3.70.2.1 - Korbach, St. Kilian, Bauaufnahme des südlichen Portals, Aufriß



3.70.2.1 - Korbach, St. Kilian, Bauaufnahme des südlichen Portals, Aufriß


Inventar Nr.: GS 13373
Bezeichnung: Korbach, St. Kilian, Bauaufnahme des südlichen Portals, Aufriß
Künstler: Wilhelm Cäsar (tätig um 1830), Zeichner
Datierung: um 1830
Geogr. Bezug: Korbach
Technik: Graphit, Feder in Schwarz
Träger: Papier auf braunem Karton
Wasserzeichen: nicht ermittelbar
Maße: 69,5 x 53,7 cm (Blattmaß)
57,4 x 41,4 cm (Darstellungsmaß)
Maßstab: bezifferter Maßstab mit Maßeinheit Fuß
Beschriftungen: auf dem Trägerkarton unten mittig: "südliches Portal der Korbacher Kirche." (Feder in Schwarz)
unten rechts: "W. Cäsar." (Feder in Schwarz)
oben rechts: "Blatt XXVI." (Feder in Schwarz)


Katalogtext:
Die spätgotische Kilianskirche verfügt über drei Portale, unter denen das südliche Langhausportal durch seinen reichhaltigen Figurenschmuck hervorsticht. Diesem Umstand ist vermutlich die reiche Dokumentation dieses Bauteils geschuldet. Von den insgesamt acht Blättern zeigen sechs das Südportal mit den entsprechenden Details des Figurenschmucks.
Das vorliegende Blatt zeigt einen Aufriß dieses Bauteils, wobei die rahmenden Strebepfeiler und das über dem Maßwerkfenster als Abgrenzung zur oberen Mauerfläche gesetzte Kaffgesims den Ausschnitt definieren. Wie die Vergleichsblätter der Frankenberger Kirche ist auch die vorliegende Darstellung als reine Federzeichnung angelegt. Einzig das Fugennetz in der oberen Mauerfläche vermittelt einen Eindruck vom abgebildeten Material.
Das Anfang des 15. Jahrhunderts errichtete Gewändeportal ist mit einem reichen Figurenschmuck ausgestattet, der sich an den Gewänden, den Archivolten sowie auf den einfassenden Strebepfeilern befindet. Wie die Konsolen und Nischen zeigen, waren ursprünglich 30 Figuren vorgesehen, die bis auf einige Strebepfeilerfiguren auch ausgeführt wurden. Die meisten Figuren sind in Einzeldarstellungen auf den anderen Blättern des Konvoluts behandelt (GS 13372, GS 13564, GS 13375, GS 13562). Die zentrale Darstellung jedoch befindet sich über den beiden rechteckigen Portalöffnungen, die von einem Mittelpfosten mit einer Muttergottesfigur getrennt werden. In dem Bogenfeld über dem Türsturz präsentiert sich die figürliche Szene des Jüngsten Gerichts (GS 13561), der die rahmenden Einzelfiguren programmatisch zugeordnet sind. Ein Vergleich mit den Skulpturen der Frankenberger Liebfrauenkirche verdeutlicht die enge stilistische Verbindung der Arbeiten. Die Forschung geht von zwei ausführenden Meistern aus, die in Beziehung zu den Kunstkreisen Frankenberg-Wetzlar sowie Westfalen-Köln standen (Dehio Hessen 1982, S. 515).
Stand: August 2007 [MH]


Literatur:
unpubliziert


Letzte Aktualisierung: 20.09.2017


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