Bromeis, Johann Conrad


Kassel 21.9.1788 - 19.6.1855 Kassel

Name: Bromeis, Johann Conrad
Namensansetzungen: Bromeis Johann Conrad
Nationalität: D
Lebensdaten: 21.9.1788 - 19.6.1855
Geburtsort: Kassel, Deutschland
Todesort: Kassel, Deutschland
Beruf: Architekt, Oberbaudirektor


Nach einem Studium der Architektur an der Kasseler Kunstakademie unter Heinrich Christoph Jussow in den Jahren zwischen 1803 und 1807 war Bromeis für das praktische Bauwesen des Königreichs Westphalen tätig. Nach dem Ende der 'westphälischen' Herrschaft und der Wiederherstellung des Kurfürstentums im Jahr 1813 wurde er Lehrer für Baukunst an der Kasseler Akademie. Bromeis erhielt Aufträge für Umbau und Ausstattung des Weißen Palais. 1817 wurde er Landbaumeister für Kassel. 1821 ernannte ihn Kurfürst Wilhelm II. zum Hofbaumeister. Von Bromeis stammen die Pläne für das Residenzpalais, das Hofverwaltungsgebäude, das Große Pflanzenhaus in Wilhelmshöhe, für den Marstall und das Wachthaus, für den Umbau des Ballhauses und für die Ausstattung von Schloß Wilhelmshöhe. Weiterhin war er mit der Modernisierung und Neuausstattung der Schlösser in Fulda, Eichenzell und Hanau-Philippsruhe beauftragt. Zudem entwickelte er Pläne für die Erweiterung der Gestütsanlage in Beberbeck. 1825 wurde er Direktor der Architekturabteilung der Kasseler Akademie. 1830 erhielt er die Stellung eines Oberbaudirektors. Mit der Ernennung des Kurprinzen Friedrich Wilhelm zum Mitregenten wurde er von seiner Tätigkeit im Hofbauwesen entbunden. Bis zur Pensionierung 1853 war er vor allem mit Verwaltungsaufgaben betraut, nur noch gelegentlich arbeitete er an Entwürfen für Neubauten, etwa für die Synagoge und für das Ständehauses in Kassel.

Quellen und Literatur: Katalog Kassel 1986/1, S. 57; Katalog Kassel 1988/1; Bidlingmaier 1991, S. 40f.; AKL 1992ff., Bd. 14; Bidlingmaier 2000, S. 96-98

Stand: September 2004 [MH]


Letzte Aktualisierung: 21.03.2017


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