2.18 Marstall


Zu den unter Landgraf Friedrich II. errichteten Nebengebäuden nördlich des Schlosses Weissenstein gehörte der Marstall, dessen langgestreckter Bau parallel zur Chaussee stand. 1791 erfolgte eine Aufstockung, wobei Materialien aus dem abgebrochenen Schloß verwendet wurden. Das neue Obergeschoß diente Wohnzwecken. Auch Jussow, der bis dahin in der "Bagatelle" in Mulang gelebt hatte, bezog eine der Wohnungen. Um den Hof hinter dem Marstall waren verschiedene Funktionsbauten wie das Holzmagazin oder eine Remise angeordnet. Hinter dem Hof entstand 1796/97 das heute noch erhaltene Reithaus.
Unter König Jérôme wurde der Bereich zu einem nicht genau bekannten Zeitpunkt neu geordnet. Sämtliche Gebäude nördlich des alten Marstalls wurden abgebrochen und durch zwei gegenüberliegende Flügel ersetzt, die sich bis zum Reithaus erstreckten. In den zweistöckigen Neubauten wurden Pferdeställe, Remisen und in den Obergeschossen Wohnräume untergebracht.
Nachdem 1822 der alte Marstall hinter den Bezirk des Gasthauses versetzt worden war, überbaute Bromeis den Freiraum zwischen den beiden Marstallflügeln mit dem noch bestehenden Zwischenbau mit Dachreiter.

Text übernommen aus Katalog Kassel 1999/CD-Rom [GF]




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