1.8.2.3 - Entwurf zu einem Ausstattungsdetail mit Schwanenfigur, Aufriß und Grundriß



1.8.2.3 - Entwurf zu einem Ausstattungsdetail mit Schwanenfigur, Aufriß und Grundriß


Inventar Nr.: GS 5545
Bezeichnung: Entwurf zu einem Ausstattungsdetail mit Schwanenfigur, Aufriß und Grundriß
Künstler: Auguste Henri Victor Grandjean de Montigny (1776 - 1850), Architekt, fraglich
Datierung: um 1810
Geogr. Bezug: Kassel (?)
Technik: Graphit, Feder in Schwarz
Träger: Papier
Wasserzeichen: "D & C BLAUW"
Maße: 67 x 51,3 cm (Blattmaß)
Maßstab: -
Beschriftungen: verso: "Grandjean de Montigny?" (Graphit)


Katalogtext:
Das dargestellte Objekt unklarer Zweckbestimmung erinnert in seiner Form an einen Kandelaber nach antikem Vorbild, wie sie auch vielfach in den Publikationen Grandjean de Montignys vorkommen (Diversi frammenti antichi disegnati in Roma da A. Grandjean Architetto, 1808; Katalog Boulogne-Billancourt 1988, S. 18 u. 20, Nr. u. Abb. 7; Stich L GS 12323). Die Zeichnung kann zwar wegen ihres Formenrepertoires mit Grandjean de Montigny in Verbindung gebracht werden, könnte aber auch von einem Mitarbeiter stammen.
Das Stück besteht aus einem sockelartigen Unterteil und einem balusterförmigen Schaft mit abschließendem Blattkranz, auf dem die Skulptur eines Schwans plaziert ist. Die Dekorationselemente aus verschiedenem Blattwerk und Palmetten sowie der Schwan sind mit der Feder sorgfältig über der Graphitvorzeichnung ausgeführt, die Sockelzone dagegen bis auf die Umrisse unvollendet geblieben. Einige Graphitkorrekturen in diesem und dem darunterliegenden Bereich deuten auf den Versuch, den Sockel zu vergrößern und somit in ein besseres Verhältnis zu dem recht voluminösen Schaft zu setzen. Möglicherweise liegt in dieser unglücklichen Proportionierung auch die Ursache für den Abbruch der Arbeit.
Das auffälligste Teil des Objekts ist der bekrönende große Schwan mit gespreizten Flügeln und dem dekorativ gebogenen Hals. Die Flügel schließen in einer Höhe unter einer mit Graphit gezeichneten horizontalen Linie ab, so daß offensichtlich an eine stützende Funktion gedacht war. Diese dürfte eher für die Gestaltung eines Möbels vorgesehen gewesen sein, wo zur Zeit des Empirestils das Schwanenmotiv sehr beliebt und vielfach verwendet war.
Stand: September 2004 [GF]


Literatur:
unpubliziert


Letzte Aktualisierung: 09.04.2015


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