2.6.2.1 - Kassel-Wilhelmshöhe, Löwenburg, Ausführungsentwurf, Aufriß von Osten
2.6.2.1 - Kassel-Wilhelmshöhe, Löwenburg, Ausführungsentwurf, Aufriß von Osten
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| Inventar Nr.:
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GS 5649 |
| Bezeichnung:
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Kassel-Wilhelmshöhe, Löwenburg, Ausführungsentwurf, Aufriß von Osten |
| Künstler:
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Heinrich Christoph Jussow (1754 - 1825), Architekt/-in
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| Datierung:
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(vor 12.)1793 |
| Geogr. Bezug:
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Kassel-Wilhelmshöhe |
| Technik:
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Graphit, Feder in Braun, braun laviert |
| Träger:
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Papier |
| Wasserzeichen:
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keine Angabe |
| Maße:
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34,7 x 48,6 cm (Blattmaß)
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| Maßstab:
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- |
| Beschriftungen:
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unten rechts: "Approbirt und ist in Arbeit zu / nehmen Weissenst d 18ten Novbr 1793 / Wilhelm L" (mit Feder in Braun);
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Katalogtext:
Die drei zusammengehörigen Blätter GS 5649, GS 5648 und GS 5633 zeigen den approbierten Entwurf, der dem Baubeginn im Dezember 1793 zugrunde lag. Der Grundriß entspricht annähernd den nachträglich eingezeichneten Korrekturen von GS 5631, die Jussow in enger Zusammenarbeit mit dem Landgrafen erarbeitet haben wird. Vermutlich fiel die Wahl auf diese Variante, weil sie mehr Wohnfläche als die anderen Entwürfe bot. In dieselbe Richtung gehen auch die grob skizzierten Verbesserungsvorschläge im Bereich des Südtrakts. Er wurde vergrößert und um einen Raum erweitert.
Ob diese Korrekturen in brauner Tinte von der Hand des Landgrafen stammen, vermag nicht entschieden zu werden (dies behauptet Dittscheid 1987, S. 167, 347). Einskizzierungen in Graphit finden sich weiter im Bereich der Küche, deren schräge Stellung denn auch bald aufgegeben wurde.
Erstmals setzte sich Jussow in diesem Grundriß auch mit der Gestaltung und der Konstruktion von Details auseinander, die nur im Zusammenhang mit der Bauausführung von Interesse waren. In Graphit skizzierte er etwa die spitzbogigen Fenster oder die Wendeltreppe des Bergfrieds und fügte diverse Berechnungen und Beschriftungen hinzu, die Auskunft über die genaue Konstruktion und die exakten Maße dieser Details geben.
Text übernommen aus Katalog Kassel 1999/CD-Rom [CL]
Literatur:
- Hans Reuther: Heinrich Christoph Jussow (1754-1825). Ausstellung des Nachlasses des Künstlers im Hessischen Landesmuseum zu Kassel. In: Kunstchronik 12, S. 49-52. 1959, S. 51.
- Albrecht Bangert: Architektur von H. Chr. Jussow in Kassel um 1800. Diss. München 1969, S. 110, Kat.Nr. Anm. 12.
- Dittscheid, Hans-Christoph: Kassel-Wilhelmshöhe und die Krise des Schloßbaues am Ende des Ancien Régime. Charles de Wailly, Simon Louis Du Ry und Heinrich Christoph Jussow als Architekten von Schloß und Löwenburg in Wilhelmshöhe (1785-1800). Worms 1987, S. 167, 197, 347, Kat.Nr. Nr. 140, Abb. 294.
- Anja Dötsch: Die Löwenburg im Schloßpark Wilhelmshöhe. Rekonstruktion und Instandsetzung. In: Froschkönige und Dornröschen. Die Pflege der Staatlichen Schlösser und Gärten Hessen. S. 139-150. Bad Homburg v. d. H. 1998, S. 140, Kat.Nr. 2.
- Heinrich Christoph Jussow. 1754-1825. Ein hessischer Architekt des Klassizismus. Kassel 1999, S. 154, Kat.Nr. 37.
- Christiane Lukatis, Gerd Fenner und F. Carlo Schmid: H. C. Jussow (1754-1825). Ein hess. Architekt des Klassizismus. Kat. der Zeichnungen a. d. Besitz der Staatl. Museen Kassel, der Verwaltung der Staatl. Schlösser und Gärten Hessen & Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg. Kassel 1999.
Letzte Aktualisierung: 13.02.2026