2.6.6.1 - Kassel-Wilhelmshöhe, Löwenburg, Entwurf zum Westtrakt, Aufriß von Westen



2.6.6.1 - Kassel-Wilhelmshöhe, Löwenburg, Entwurf zum Westtrakt, Aufriß von Westen


Inventar Nr.: GS 5656
Bezeichnung: Kassel-Wilhelmshöhe, Löwenburg, Entwurf zum Westtrakt, Aufriß von Westen
Künstler: Heinrich Christoph Jussow (1754 - 1825), Architekt
Datierung: 1798
Geogr. Bezug: Kassel-Wilhelmshöhe
Technik: Graphit, Feder in Grau und Braun, grau, braun, rot und graublau aquarelliert
Träger: Papier
Wasserzeichen: keine Angabe
Maße: 33,3 x 51,4 cm (Blattmaß)
Maßstab: -
Beschriftungen:


Katalogtext:
Zum Westtrakt der Löwenburg hat sich nur der vorliegende Aufrißentwurf erhalten. Wie häufig bei Jussow zeigt er mehrere Planungszustände übereinander. In grauer Feder ist die älteste, um 1794/95 zu datierende Fassung angelegt, die noch von einer eingeschossigen, stark ruinösen Anlage ausgeht und vermutlich von einer verlorengegangenen Entwurfszeichnung kopiert wurde. Die seit 1795 geplante Aufstockung wurde in brauner Feder darüber gezeichnet. Anscheinend mangelte es dem Zeichner dabei an Sorgfalt, denn der Aufsatz des Südtores ist nur in Graphit skizziert und nicht mit der Feder übergangen. Die Veränderungen, die im Zusammenhang mit der Aufstockung durchgeführt wurden, scheinen ihm demnach weniger wichtig gewesen zu sein. Im Zentrum seines Interesses stand vielmehr der Gebäudeteil im Nordwesten, der in einem Zuge gleichfalls in brauner Feder angelegt, farblich jedoch deutlich hervorgehoben wurde. Parallel zur Erweiterung der Wohnbereiche des Osttrakts durch den Damenbau erhielt 1798 auch "der Marstallbau eine ansehnliche Vergrößerung; ein Remisengebäude und einen Hof der seinen Ausgang nach der um die Burg herum führenden Chaußée hat" (Holtmeyer 1913, S. LXXXIV). Diesem Anbau, der bis 1800 realisiert wurde, und seiner Beziehung zu den anderen Gebäudepartien des Westtrakts gilt die vorliegende Entwurfszeichnung. Sie wird zeitgleich mit den Entwürfen zur Erweiterung des Damenbaus entstanden sein (GS 5651), denen sie auch in der Art der Kolorierung sehr nahekommt.
Bei der Ausführung wurde die Remise neben dem Tor auf die gegenüberliegende Hofseite verlegt. Die Fassade des Anbaus an den Marstall ist dagegen in der hier gezeigten Form realisiert worden.

Text übernommen aus Katalog Kassel 1999/CD-Rom [CL]


Literatur:
Dittscheid 1987, S. 173, 178, 186, 350, Nr. 153, Abb. 309, 312, 313; Katalog Kassel 1999/CD-Rom


Letzte Aktualisierung: 20.09.2017


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