2.6.3.4 - Kassel-Wilhelmshöhe, Löwenburg, Entwurf zum ersten Obergeschoß des Herrenbaus im Osttrakt, Grundriß



2.6.3.4 - Kassel-Wilhelmshöhe, Löwenburg, Entwurf zum ersten Obergeschoß des Herrenbaus im Osttrakt, Grundriß


Inventar Nr.: GS 5685
Bezeichnung: Kassel-Wilhelmshöhe, Löwenburg, Entwurf zum ersten Obergeschoß des Herrenbaus im Osttrakt, Grundriß
Künstler: Heinrich Christoph Jussow (1754 - 1825), Architekt, Entwurf
unbekannt, Zeichner, Ausführung
Datierung: 1795
Geogr. Bezug: Kassel-Wilhelmshöhe
Technik: Graphit, Feder in Braun und Schwarz, schwarz und grau laviert
Träger: Papier
Wasserzeichen: keine Angabe
Maße: 28,1 x 43,6 cm (Blattmaß)
Maßstab: bezifferter Maßstab ohne Maßeinheit
Beschriftungen: in der Darstellung: diverse Maßangaben (Graphit)


Katalogtext:
Nach der Aufstockung des Osttrakts, die nach den "Historischen Nachrichten" bereits im Jahr 1795 geplant und spätestens 1796 im Bau war, wurde die landgräfliche Wohnung in die Beletage des Herrenbaus verlegt. Dittscheid (Dittscheid 1987, S. 170f.) bezweifelt die in den "Historischen Nachrichten" angegebenen Daten für die Aufstockung der Anlage. Seiner Meinung nach soll die Niederschrift der Chronik in größeren Zeitabschnitten erfolgt sein, so daß der Bauverlauf mehrerer Monate zusammengefaßt wurde. Der 1795 erwähnte Gesamtplan soll sogar ein "erst 1798 gültiges Projekt" wiedergeben. "Es gibt kein einziges Argument, das dafür spräche, daß der vollständige Ausbau der Burg schon 1795 ins Auge gefaßt worden wäre. Daraus folgt, daß Jussow die Planungen und Unternehmungen des Jahres 1795 erst 1798/1799 niedergeschrieben haben kann" (Dittscheid 1987, S. 283, Anm. 1063). Die Gründe für Dittscheids Zweifel an der Zuverlässigkeit der "Historischen Nachrichten" sind nicht überzeugend, zumal er ihren Quellenwert nicht grundsätzlich in Frage stellt. Je nach Sachlage nutzt auch Dittscheid die Chronik, um Datierungen zu unterstützen.
Der vorliegende Entwurf gilt der Deckengestaltung in den drei Räumen des Appartements, die sich südlich an den Bergfried anschlossen. Die Raumaufteilung im Erdgeschoß hält GS 5684 fest.
Für die Deckendekoration waren Stuckrippen vorgesehen, deren geometrische Muster die unregelmäßigen Grundrißformen optisch ausgleichen sollten.

Text übernommen aus Katalog Kassel 1999/CD-Rom [CL]


Literatur:
Katalog Kassel 1999/CD-Rom


Letzte Aktualisierung: 09.04.2015


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