2.3.13.1 - Kassel-Wilhelmshöhe, Schloß, Corps de Logis, Entwurf zur Beletage, Grundriß (recto); verschiedene Skizzen (verso)
2.3.13.1 - Kassel-Wilhelmshöhe, Schloß, Corps de Logis, Entwurf zur Beletage, Grundriß (recto); verschiedene Skizzen (verso)
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| Inventar Nr.:
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GS 5739 |
| Bezeichnung:
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Kassel-Wilhelmshöhe, Schloß, Corps de Logis, Entwurf zur Beletage, Grundriß (recto); verschiedene Skizzen (verso) |
| Künstler:
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Heinrich Christoph Jussow (1754 - 1825), Architekt/-in
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| Datierung:
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1792 - 1794 |
| Geogr. Bezug:
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Kassel-Wilhelmshöhe |
| Technik:
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Graphit, Feder in Grau und Braun, rosa laviert (recto); Graphit (verso) |
| Träger:
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Papier |
| Wasserzeichen:
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keine Angabe |
| Maße:
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25 x 33,2 cm (Blattmaß)
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| Maßstab:
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unbezifferter Maßstab ohne Maßeinheit |
| Beschriftungen:
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oben mittig: "Plan du bel Etage" (mit Graphit); unten rechts: "Die Pilaster in dem Schlafzimmer / sind corinthischer Ordnung und 16 [korrigiert mit Graphit "17"] zoll im / Durchmesser und stehen 2 zoll vor / der Wand hervor. / Die bel Etage wird bis unter / die Balken 16 fus hoch. / Das obere Stokwerk ist 12 fus bis (mit Feder in Braun und Schwarz);
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Katalogtext:
Zur Beletage des Corps de Logis haben sich sechs Grundrisse erhalten, die weitgehend übereinstimmen (weiter hat sich eine Kopie von unbekannter Hand nach Du Ry erhalten: Potsdam, SPSG, Plankammer, Bestand Kassel VI, Nr. 15/11 [Dittscheid 1987, S. 138, 342, Nr. 116]). Die Raumaufteilung folgt wie bereits im Erdgeschoß und im Keller dem Prinzip der Symmetrie. An den Festsaal schließen sich zwei jeweils entsprechende Appartements an, die für hohe Besucher reserviert waren. Jussow sah eine "Salle d'Audience" respektive eine "Salle de Compagnie", jeweils zwei Kabinette, Garderoben und Schlafzimmer vor. Zwischen Treppenhaus und einem als zweites Vorzimmer bezeichneten Raum konzipierte er eine "Premiere Antichambre", deren Größe dem Vestibül des Erdgeschosses entsprach.
In der Zeit der französischen Herrschaft erfolgte die Vergrößerung der nördlichen Dienertreppe zu einem Treppenhaus mit vierseitig umlaufender Treppe. Damals zeichnete Jussow die Veränderungen in den Plan GS 5739 ein. Um die Grundrißzeichnung herum befinden sich Graphitskizzen. Eine hält vermutlich eine geschwungene Verbindung zwischen Corps de Logis und Seitenflügeln fest.
Die Zeichnung gehört mit GS 5738, GS 5740, GS 5741, GS 5742 und GS 5743 in eine Serie.
Auf der Rückseite von GS 5739 hielt Jussow verschiedene Skizzen fest, darunter auch ein Baldachinbett. Anhand der Zeichnung wird deutlich, wie er Mauerzüge der Recto-Seite durchnadelte, um eine Kopie herzustellen.
Text übernommen aus Katalog Kassel 1999/CD-Rom [FCS]
Literatur:
- Dittscheid, Hans-Christoph: Kassel-Wilhelmshöhe und die Krise des Schloßbaues am Ende des Ancien Régime. Charles de Wailly, Simon Louis Du Ry und Heinrich Christoph Jussow als Architekten von Schloß und Löwenburg in Wilhelmshöhe (1785-1800). Worms 1987, S. 138, 341f., Kat.Nr. Nr. 114.
- Christiane Lukatis, Gerd Fenner und F. Carlo Schmid: H. C. Jussow (1754-1825). Ein hess. Architekt des Klassizismus. Kat. der Zeichnungen a. d. Besitz der Staatl. Museen Kassel, der Verwaltung der Staatl. Schlösser und Gärten Hessen & Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg. Kassel 1999.
Letzte Aktualisierung: 12.02.2026