2.7.6.1 - Kassel-Wilhelmshöhe, Werkzeichnung zur Säulenhalle, Grund- und Aufriß (recto); Grundrißskizze (verso)



2.7.6.1 - Kassel-Wilhelmshöhe, Werkzeichnung zur Säulenhalle, Grund- und Aufriß (recto); Grundrißskizze (verso)


Inventar Nr.: GS 5811
Bezeichnung: Kassel-Wilhelmshöhe, Werkzeichnung zur Säulenhalle, Grund- und Aufriß (recto); Grundrißskizze (verso)
Künstler: Heinrich Christoph Jussow (1754 - 1825), Architekt
Datierung: 1816-1818
Geogr. Bezug: Kassel-Wilhelmshöhe
Technik: Graphit, Feder in Grauschwarz
Träger: Papier
Wasserzeichen: Teil von Blauw-Wappen
Maße: 33,3 x 22,5 cm (Blattmaß)
Maßstab: bezifferter Maßstab ohne Maßeinheit (mit Höhendiagramm)
Beschriftungen: mittig links: "der Modul hat 8 Zoll / und der Part 4/9 Zoll" (Feder in Braun)


Katalogtext:
Gleichzeitig mit dem sog. Jussow-Tempel (vgl. GS 5812) wurde 1816-1818 die Säulenhalle, auch genannt "Halle des Sokrates", am Rande des Bowlinggreen als Teil der Umgestaltungen im Wilhelmshöher Park nach der 'westphälischen' Zeit unter Kurfürst Wilhelm I. errichtet.
Die halbrunde Halle mit sechs ionischen Säulen auf Postamenten entstand seinerzeit unweit des im Jahre 1800 erbauten Speisesaals am Bowlinggreen, wie ein Plan in Potsdam verdeutlicht, in dem die Säulenhalle einskizziert ist (SPSG, Plankammer, Inv.Nr. 20650). Es existieren allerdings keine Pläne oder Ansichten, auf denen beide Gebäude nebeneinander dargestellt sind, da der Speisesaal vermutlich noch vor 1830 abgerissen wurde. Die Säulenhalle steht heute noch unverändert.
Wie in GS 5812 verbindet Jussow auch hier Grund- und Aufriß auf einem Blatt. Der Grundriß verdeutlicht die halbrunde Anordnung der fünf durch Säulen markierten Traveen, die an der Vorderseite offen, an der Rückseite aber von einer durchfensterten Wand abgeschlossen sind. Auf diese Fenster wurde allerdings in der Ausführung verzichtet. Die Öffnung der Halle nach Osten hin machte diesen überdachten Freisitz zu einem günstigen Ruheplatz in der Morgensonne wie in der Mittagshitze, wobei natürlich auch die Aussicht auf das Schloß eine wichtige Rolle spielte.
Der schematische Aufriß verzichtet auf die Darstellung von Kapitellen und Basen sowie auf die Rückwand mit den im Grundriß erkennbaren Pilastern. Konkrete Maßangaben lassen auf eine Werkzeichnung schließen.
Die unvollendete Grundrißskizze auf der Rückseite des Blattes beschäftigt sich ebenfalls mit dem Projekt der Säulenhalle.
Stand: August 2007 [UH]


Literatur:
Katalog Kassel 1999/CD-Rom


Letzte Aktualisierung: 09.04.2015


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