2.4.4.5 - Kassel-Wilhelmshöhe, Entwurf zur Verbindungsgalerie zwischen Kirchflügel und Theater, Grund- und Aufriß



2.4.4.5 - Kassel-Wilhelmshöhe, Entwurf zur Verbindungsgalerie zwischen Kirchflügel und Theater, Grund- und Aufriß


Inventar Nr.: GS 5822
Bezeichnung: Kassel-Wilhelmshöhe, Entwurf zur Verbindungsgalerie zwischen Kirchflügel und Theater, Grund- und Aufriß
Künstler: Heinrich Christoph Jussow (1754 - 1825), Architekt, fraglich
unbekannt, Zeichner, Ausführung
Datierung: 1809/10
Geogr. Bezug: Kassel-Wilhelmshöhe
Technik: Graphit, Feder in Grau, grau und rot laviert
Träger: Papier
Wasserzeichen: keine Angabe
Maße: 43,3 x 55,8 cm (Blattmaß)
Maßstab: zwei bezifferte Maßstäbe mit Maßeinheit "Kasseler Fuß" bzw. "Pariser Fuß"
Beschriftungen: in der Darstellung: "Elevation", "Rez de chaussee", "Theatre" (Feder in Grau)


Katalogtext:
Um den Kirchflügel des Schlosses mit dem 1810 von Leo von Klenze begonnen Theaterbau zu verbinden, wurde nach den Entwürfen Jussows (vgl. Potsdam, SPSG, Plankammer, Bestand Kassel XX, Umschlag B/a, Bl. 21; GS 5826, GS 5827, GS 5828) ein verglaster eingeschossiger Verbindungsgang mit einem Mittelpavillon im chinesischen Stil errichtet.
Ein Alternativprojekt sah einen viergeschossigen Bautrakt zu 14 Achsen vor, der in der Höhe dem Schloßflügel angeglichen werden sollte. Der Aufriß zeigt eine Fassadengliederung mit rustiziertem Erdgeschoß und glattem oberen Bereich, in dem die Fenster der Beletage durch Verdachungen betont sind. Der Bau stößt unvermittelt an das kleinere Theatergebäude.
Im Erdgeschoß führt ein von Säulen flankierter breiter Mittelgang von einer Exedra, mit der die Schrägstellung des Kirchflügels ausgeglichen wird, zum Eingang in das Theater.
Die drei Obergeschosse werden nach einem an Durand orientierten, konsequent durchgehaltenen Distributionsschema in Zwei- und Dreizimmerappartements sowie Einzelräume aufgeteilt. Die größeren Wohnbereiche befinden sich in der Beletage, die Kammern im niedrigen Mezzaninstockwerk. Mittelflure, die vom Kirchflügel aus zu erreichen sind, erschließen die Räume.
Im Bereich des Erdgeschosses sind Spuren der Vorzeichnung zu einem eingeschossigen Bauwerk zu erkennen. Wie die nur unvollkommen rasierten oberen Teile der Fassade des Kirchflügels zeigen, war dieser ursprünglich vollständig dargestellt und zunächst mit einem eingeschossigen Verbindungstrakt kombiniert.

Text übernommen aus Katalog Kassel 1999/CD-Rom [GF]


Literatur:
Katalog Kassel 1958, S. 16, Nr. 40 (mit Abb.); Buttlar 1986, S. 189, Anm. 63; Katalog Kassel 1999/CD-Rom


Letzte Aktualisierung: 09.04.2015


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