1.27.1.9 - Kassel, Wilhelmshöher Platz, Werkzeichnung zum "Fürstenhaus" und zum Wachthaus, Grundriß



1.27.1.9 - Kassel, Wilhelmshöher Platz, Werkzeichnung zum "Fürstenhaus" und zum Wachthaus, Grundriß


Inventar Nr.: GS 5868
Bezeichnung: Kassel, Wilhelmshöher Platz, Werkzeichnung zum "Fürstenhaus" und zum Wachthaus, Grundriß
Künstler: Heinrich Christoph Jussow (1754 - 1825), Architekt, Entwurf
unbekannt, Zeichner, Ausführung
Datierung: um 1808
Geogr. Bezug: Kassel
Technik: Graphit, Feder in Grauschwarz
Träger: Papier
Wasserzeichen: keine Angabe
Maße: 32,6 x 50 cm (Blattmaß)
Maßstab: unbezifferter Maßstab ohne Maßeinheit
Beschriftungen:


Katalogtext:
Dargestellt sind die Erdgeschoßgrundrisse der drei die nordwestliche Seite des Wilhelmshöher Platzes einnehmenden Gebäude. Ursprünglich als drei aneinanderstoßende Einzelbauten konzipiert, wurden sie, sehr wahrscheinlich durch die französische bzw. westphälische Verwaltung, durch Türen und Treppen verbunden, um zusammen den Zwecken der Amortisationskasse zu dienen. Da das kleinere fünfachsige Haus im Anschluß an das 1805 begonnene Wachtgebäude sich offensichtlich noch 1808 im Besitz des Erbauers, des Schlossermeisters und Münzschmiedes Henrich Kochendörffer, befand, ist die Einbeziehung in den Gesamtkomplex nach dieser Zeit anzusetzen. Auch nach der Wiederherstellung des Kurfürstentums blieben die beiden Gebäude für die neue Nutzung als "Fürstenhaus" miteinander verbunden.
Wie aus dem Grundriß hervorgeht, sollten alle platzseitigen Räume der beiden Häuser im Erdgeschoß durch eine Enfilade verbunden werden. Für das Wachtgebäude war eine Halle mit acht freistehenden Säulen vorgesehen. Die in den Plan eingetragenen Zahlen scheinen auf die zu diesem Zeitpunkt noch unvollendeten bzw. zu erbauenden Bereiche des Gesamtkomplexes beschränkt zu sein. Es handelt sich dabei um den notwendigen Verbindungsgang zwischen dem Kochendörfferschen Wohnhaus und dem Wachthaus sowie um wesentliche Teile des Hauptgebäudes, das zusätzlich noch durch eine Punktierung gekennzeichnet ist. Die Graphiteintragungen betreffen bauliche Details wie Wandvorlagen und Unterzüge im Bereich von Flur und Treppenhaus (vgl. GS 5872) sowie die Gestaltung der Wachthausfassade.
Wie spätere Pläne des "Fürstenhauses" zeigen, wurde die Grundrißdisposition des Erdgeschosses in der geplanten Form verwirklicht. Das Wachtgebäude erhielt dagegen eine Einteilung von vier Räumen mit Mittelflur.

Text übernommen aus Katalog Kassel 1999/CD-Rom [GF]


Literatur:
Katalog Kassel 1999/CD-Rom


Letzte Aktualisierung: 09.04.2015


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