1.27.1.3 - Kassel, Wilhelmshöher Platz, "Fürstenhaus", Entwurf, Aufriß der Längs- und Schmalseite



1.27.1.3 - Kassel, Wilhelmshöher Platz, "Fürstenhaus", Entwurf, Aufriß der Längs- und Schmalseite


Inventar Nr.: GS 5881
Bezeichnung: Kassel, Wilhelmshöher Platz, "Fürstenhaus", Entwurf, Aufriß der Längs- und Schmalseite
Künstler: Heinrich Christoph Jussow (1754 - 1825), Architekt
Datierung: um 1808
Geogr. Bezug: Kassel
Technik: Graphit, Feder in Schwarz und Braun
Träger: Papier
Wasserzeichen: keine Angabe
Maße: 35,9 x 67 cm (Blattmaß)
Maßstab: unbezifferter Maßstab ohne Maßeinheit
Beschriftungen: oben mittig: "Kurprinzen Wohnung ehemalige Amortisations Cassa" (Graphit)


Katalogtext:
Das Blatt zeigt die Hauptseite zum Platz sowie die vierachsige Schmalseite zur Friedrichsstraße. Die Fassaden, mit einigen Maßangaben versehen, entsprechen in allen Einzelheiten dem Entwurf GS 5882 und auch der Bauausführung. Nur der Ausgleich des Geländegefälles ist verändert. Das Terrain verläuft bis zur siebten Achse gerade und vermittelt dann durch eine sechsstufige Treppe zum tieferliegenden Teil. In diesem Bereich ist, in brauner Tinte, eine Bandquaderung vorgesehen, in der auch die Kellerfenster vermerkt sind. Auffällig unbeholfen wechselt die Quaderung an der linken Ecke der Schmalseite. Die Graphiteintragungen stellen Varianten zur Geländegestaltung dar, wobei neben zwei weiteren Versionen hoher Abstufungen auch die später ausgeführte Geländeneigung von der linken Hausecke mitsamt der dadurch notwendigen Treppe zum Portal vorkommt.
Auf gewisse Unklarheiten hinsichtlich der endgültigen Gestaltung lassen auch die Rasur der zunächst durchgezogenen Linien des Gesimses über dem Erdgeschoß und die Korrekturen von Balkontür und -gitter schließen. Dies, wie auch weitere Eintragungen an den Fensterrahmungen, verleiht dem Blatt den Charakter einer dem Präsentationsriß GS 5882 vorausgehenden Entwurfszeichnung.
Die Beschriftung ist nachträglich hinzugefügt, da sie sich auf die Zeit zwischen 1813 und 1821 bezieht, als der aus dem Exil zurückgekehrte Kurprinz, der spätere Kurfürst Wilhelm II., das in der Zeit des Königreichs Westphalen als Amortisationskassengebäude genutzte Haus kurzzeitig bewohnte.

Text übernommen aus Katalog Kassel 1999/CD-Rom [GF]


Literatur:
Wolter 1991, S. 57, Abb. 24; Katalog Kassel 1999/CD-Rom


Letzte Aktualisierung: 09.04.2015


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