1.6.2.2 - Kassel, Schloß Bellevue, Entwurf zur Verbindungsgalerie, Grundriß



1.6.2.2 - Kassel, Schloß Bellevue, Entwurf zur Verbindungsgalerie, Grundriß


Inventar Nr.: GS 6311
Bezeichnung: Kassel, Schloß Bellevue, Entwurf zur Verbindungsgalerie, Grundriß
Künstler: Auguste Henri Victor Grandjean de Montigny (1776 - 1850), Zeichner
Datierung: 1812/13
Geogr. Bezug: Kassel
Technik: Graphit, Feder in Grauschwarz, rot und grau laviert
Träger: Papier
Wasserzeichen: keine Angabe
Maße: 24,9 x 40,8 cm (Blattmaß)
Maßstab: unbezifferter Maßstab ohne Maßeinheit
Beschriftungen: oben mittig: "Plan du Rez-de-chaussée de la Galerie de Communication" (Feder in Braun)
in der Darstellung: Erklärungen (Feder in Braun)


Katalogtext:
Nach dem Brand des Residenzschlosses 1811 bezog König Jérôme die bis 1806 von Kurfürst Wilhelm I. als Stadtresidenz bewohnten Gebäude des Palais Bellevue und des Prinzen Wilhelm (Holtmeyer 1923, S. 377f.). Die Gebäudegruppe wurde für die neue Nutzung durch Anbauten und Ankäufe benachbarter Privathäuser erweitert. So entstand als Pendant zu der von François de Cuvilliés erbauten Bildergalerie ein zweiter Flügel, der dem ersten Architekten des Königs, Grandjean de Montigny, zugeordnet werden kann (der von Grandjean de Montigny entworfene "Salle de bal et de Spectacle" [L GS 11311] schließt an den Grundriß GS 6311 an und zeigt einen Teil davon; Garküche 1814, S. 22, erwähnt das Interesse des umgesiedelten Hofes, "seitwärts ein kleines, niedliches Theater anzuflicken"; Holtmeyer 1923, S. 378, erwägt als Architekten der Galerie Grandjean de Montigny oder Leo von Klenze und schreibt den Bau a. a. O. Grandjean de Montigny zu; Thieme/Becker, Bd. 14, S. 511).
Die Zeichnung unterscheidet zwischen bestehenden Bauteilen, die grau laviert sind, und dem rot lavierten Neubau. Bei den bestehenden Bauten handelt es sich unten um einen Teil des Palais des Prinzen Wilhelm und im oberen Bereich um das 1812 angekaufte Haus Haustein (zum Ankauf des Hauses Haustein vgl. StAM Best. 75, 10 II C 7). Von dort sollte die neue Galerie eine Verbindung zu dem ebenfalls von Grandjean de Montigny entworfenen Theater herstellen.
In dem fünfachsigen Bau sind im linken Drittel eine Exedra mit mittlerem Durchgang und vor den Wänden der Schmalseiten jeweils ein Pfeiler- bzw. Säulenpaar vorgesehen. Sie sollten die Last der Säulen im Stucksaal darüber aufnehmen, wie der Vermerk "Colonnes d'en haute" erhellt.

Text übernommen aus Katalog Kassel 1999/CD-Rom [GF]


Literatur:
Katalog Kassel 1999/CD-Rom

Siehe auch:


  1. L GS 11311: Kassel, Schloß Bellevue, Entwurf für einen Ball- und Theatersaal, Grundriß und Schnitt


Letzte Aktualisierung: 01.02.2019


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