3.44.5.2 - Hanau, Haus des Majors Backmeister, Bauaufnahme des Erd- und Obergeschosses, Grundrisse
3.44.5.2 - Hanau, Haus des Majors Backmeister, Bauaufnahme des Erd- und Obergeschosses, Grundrisse
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| Inventar Nr.:
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L GS 8077 |
| Bezeichnung:
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Hanau, Haus des Majors Backmeister, Bauaufnahme des Erd- und Obergeschosses, Grundrisse |
| Künstler:
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Julius Eugen Ruhl (1796 - 1871), Architekt/-in
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| Datierung:
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1830 |
| Geogr. Bezug:
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Hanau |
| Technik:
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Graphit, Feder in Schwarz, braun, grün, rot, blau, gelb und ocker laviert |
| Träger:
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Papier |
| Wasserzeichen:
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"J WHATMAN / TURKEY MILL / 1822" |
| Maße:
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47 x 58,6 cm (Blattmaß) 40,2 x 49,2 cm (Darstellungsmaß)
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| Maßstab:
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unbezifferter Maßstab ohne Maßeinheit |
| Beschriftungen:
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oben mittig: "Maison construit en 1828 pour Mr. le Major Backmeister / par J. Eugene Ruhl." (mit Feder in Schwarz); unten rechts: "Hanau" (mit Graphit); rechts: "P.N. Die an diesen Gebäude nicht ausgeführten / Einrichtungen sind / a.a. sind Küchen / b.b.durchgehender Gang bis an die Wand / x / c.die Wande auser den Treppen= / wänden nirgends rund." (mit Graphit);
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Katalogtext:
Die mit dem Titel "Maison construit en 1828 pour Mr. le Major Backmeister / par J. Eugene Ruhl" versehene Zeichnung zeigt den Erdgeschoßgrundriß des Hauses, ergänzt um einen Situationsplan von Hof und Garten, sowie den Grundriß des Obergeschosses. Deutlich wird die Erschließung des Gebäudes durch die beiden an den Schmalseiten gelegenen Türen, die zum Mittelkorridor und dem rückseitig gelegenen Treppenhaus führen. Während im Erdgeschoß an der Vorderseite die Salons und Aufenthaltsräume aufgereiht sind, befinden sich an der Rückseite neben dem zentralen "Sallon à Mánger" auf der linken Seite ein Schlafzimmer mit Bad und rechts ein "Bufet" zur Vorbereitung der Speisen. Die obere Etage zeigt eine ähnliche Aufteilung, wobei allerdings das Schlafzimmer an die rechte Seite gerückt und das Eßzimmer an der Vorderseite im linken Eckraum angesiedelt ist, während der zentrale Gartensaal als "Grand Salon" bezeichnet wird.
Der Graphitvermerk am rechten Blattrand "P.N. Die an diesen Gebäude nicht ausgeführten / Einrichtungen sind / a.a. sind Küchen / b.b. durchgehender Gang bis an die Wand / x / c. die Wande auser den Treppen- / wänden nirgends rund" erläutert die Graphitnotizen in der Zeichnung, die sich wahrscheinlich auf die Umbauten für die Herzogin von Anhalt-Bernburg beziehen. Die für Ruhl eher ungewöhnliche Beschriftung des Blattes in französischer Sprache legt ohnehin die Vermutung nahe, daß diese Zeichnung erst nach dem Verkauf des Hauses für den Kurfürsten bzw. seine Schwester Friederike angefertigt wurde.
Stand: August 2007 [UH]
Literatur:
- Siegfried Lohr: Planungen und Bauten des Baumeisters Julius Eugen Ruhl. Ein Beitrag zur Baugeschichte Kassels und Kurhessens im 19. Jahrhundert (Kunst in Hessen und am Mittelrhein Beiheft 23). Darmstadt 1984, S. 111, Kat.Nr. Abb. 58.
Letzte Aktualisierung: 13.02.2026