11.2.6.1 - Projekt zu einem Friedhof im englischen Stil, Studienblatt, Aufrisse und Lageplan



11.2.6.1 - Projekt zu einem Friedhof im englischen Stil, Studienblatt, Aufrisse und Lageplan


Inventar Nr.: Marb. Dep. 257
Bezeichnung: Projekt zu einem Friedhof im englischen Stil, Studienblatt, Aufrisse und Lageplan
Künstler: E. Lipsius (tätig um 1829), Zeichner
Datierung: 1829
Geogr. Bezug:
Technik: Graphit, Feder in Schwarz, rot, grün, grau, ocker und rosa laviert
Träger: Papier
Wasserzeichen: "J WHATMAN / 1823"
Maße: 73,2 x 50,9 cm (Blattmaß)
69,2 x 46,9 cm (Darstellungsmaß)
Maßstab: bezifferter Maßstab ohne Maßeinheit
Beschriftungen: in der Darstellung: Erläuterungen (Feder in Schwarz)
oben mittig: "Project zu einem Todtenhofe im englischen Style." (Feder in Schwarz)
unten rechts: "Entworfen und gezeichnet von E. Lipsius. fecit 1829." (Feder in Schwarz)
oben rechts: "II 25" (Graphit)


Katalogtext:
"Project zu einem Todtenhofe im englischen Style" ist der Titel einer sorgfältig ausgeführten und gerahmten Zeichnung, die in mehreren Gebäudeaufrissen und einem Situationsplan die Gestaltungsideen für ein rechteckiges Friedhofsgelände erläutert. Die Bezeichnung "im englischen Style" bezieht sich dabei offensichtlich auf die Struktur des rahmenden parkartigen Geländestreifens, der von unregelmäßigen Wegen durchzogen und mit Blumen-"clumps" und Gehölzgruppen gestaltet ist.
Im Zentrum der Anlage steht eine runde Kapelle ("E"), die in der Art eines antiken Tholos mit Kuppel gestaltet ist. Ein Kranz von kugelig geschnittenen Bäumen greift die Rundform auf und markiert gleichzeitig den aus den umgebenden rechteckigen Gräberfeldern ausgesparten Platz. Auf der dem Eingang gegenüberliegenden Schmalseite des Friedhofs befindet sich eine segmentbogenförmige Kolonnade, die den öffentlichen Begräbnisbereich von den Wohnhäusern des Totengräbers ("C") und des Gärtners ("D") trennt. Dementsprechend sind die beiden kleinen quadratischen Gebäude auch schlicht und funktional gestaltet. Ebenso wie die Kapelle und die Kolonnaden ist auch der Eingang im antiken Stil, als monumentaler Triumphbogen mit dorischen Säulen, gestaltet.
Die Gestaltung des Entwurfs, der von "E. Lipsius. fecit 1829" signiert ist, entspricht dem Stil akademischer Aufgaben der Zeit. Es ist deshalb anzunehmen, daß der nur dem Namen nach bekannte Zeichner seine großformatige Projektzeichnung im Rahmen des Unterrichts an der Kasseler Akademie angefertigt hat.
Stand: August 2007 [UH]


Literatur:
unpubliziert


Letzte Aktualisierung: 08.09.2017


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