1.1.3.6 - Kassel, Bestandsaufnahme der Stadtbaumschule, Plan



1.1.3.6 - Kassel, Bestandsaufnahme der Stadtbaumschule, Plan


Inventar Nr.: L GS 13401
Bezeichnung: Kassel, Bestandsaufnahme der Stadtbaumschule, Plan
Künstler: Johannes Wolff (1731 - 1791), Zeichner
Datierung: 1789
Geogr. Bezug: Kassel
Technik: Graphit, Feder in Schwarz und Braun, grau, grün und ocker laviert
Träger: Papier
Wasserzeichen: "D&C BLAUW"
Maße: 37,2 x 53,5 cm (Blattmaß)
Maßstab: bezifferter Maßstab mit Maßeinheit "Decimal Fuss"
Beschriftungen: oben mittig in Kartusche: "Plan / von der / Stadt-Baumschule / so wie solche vor dem Leibziger-Thor bey dem untersten Stadt-Forst-Hause / auf Kosten der Stadt Cämmerey im Jahr 1775 angelegt / und / auf Magistrats verfügung in diessen 1789 Jahre / erweitert und zum Gemeinen-besten eingerichtet worden." (Feder in Braun)
oben rechts: "12" (Graphit)
unten mittig in Kartusche: "Dem Hochlöblichen Stadt-Gericht zugeeignet, von dem Stadt-Baumeister Johns. Wolff, Cassele d. 12ten May 1789." (Feder in Schwarz)


Katalogtext:
Der von dem Kasseler Stadtbaumeister Johannes Wolff 1789 gezeichnete Plan zeigt die Stadtbaumschule am Großen Forst in Bettenhausen, östlich der alten Unterneustadt gelegen, der betitelt ist: "Plan / von der / Stadt-Baumschule / So wie solche vor dem Leibziger Thor by dem untersten Stadt-Forst-Hause / auf Kosten der Stadt Cämmerey im Jahr 1775 angelegt / und / auf Magistrats verfügung in diesen 1789 Jahre / erweitert und zum Gemeinen-besten eingerichtet worden". Bereits 1785 hatte Wolff das entsprechende städtische Gebiet, das zu diesem Zeitpunkt eigentlich kein Forst mehr war, sondern Weideland, das für Truppenübungen verwendet wurde, in einer Vermessungskarte wiedergegeben (GS 12989). Der dort angegebene Platz an der Südspitze des Forstes ist möglicherweise identisch mit dem des "alten Baumgarten am Forst", der bei Schmincke 1767 erwähnt wird (Holtmeyer 1923, S. 35; Schmincke 1767, S. 408). Die unregelmäßig geschnittene, eingefriedete Anlage wird von mehreren geraden Wegen durchzogen, die an ihren Kreuzungspunkten zum Rondell ausgeweitet sind. Die Bepflanzung mit Bäumen und Gemüse ist grob angedeutet. Ein hochrechteckiges Gebäude erstreckt sich am rechten Rand der Anlage entlang des "Stadt-Weg".
Ähnlich wie in der vier Jahre älteren Zeichnung des Großen Forstes, die Johannes Wolff aus Anlaß seiner Ernennung zum Stadtbaumeister anfertigte, wird auch hier mit der Zueignung an das Stadtgericht und der Einfügung des Stadtwappens in den Titel, der als mit Nägeln angeheftetes Blatt gestaltet ist, eine besondere Zielsetzung verfolgt.
Stand: September 2004 [UH]


Literatur:
unpubliziert


Letzte Aktualisierung: 08.09.2017


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