1.5.4.6 - Kassel, Weißes Palais und Palais Reichenbach, Skizzen zu Einrichtungsgegenständen, Ansicht



1.5.4.6 - Kassel, Weißes Palais und Palais Reichenbach, Skizzen zu Einrichtungsgegenständen, Ansicht


Inventar Nr.: L GS 13670
Bezeichnung: Kassel, Weißes Palais und Palais Reichenbach, Skizzen zu Einrichtungsgegenständen, Ansicht
Künstler: Julius Eugen Ruhl (1796 - 1871)
Datierung: um 1840
Geogr. Bezug: Kassel
Technik: Graphit, Feder in Braun
Träger: Papier
Wasserzeichen: steigender Löwe und Sitzfigur mit Lanze in Umzäunung, darüber "PRO PATRIA"
Maße: 26,3 x 21,5 cm (Blattmaß)
Maßstab: -
Beschriftungen:


Katalogtext:
Das Skizzenblatt aus dem sog. achten Klebeband von Julius Eugen Ruhl zeigt Einrichtungsgegenstände, die Ruhl für das Weiße Palais und Palais Reichenbach in Kassel entwarf. In schwarzer Feder sind die Seitenansicht eines Armlehnstuhls und eines Kaminschirms für das Palais Reichenbach sowie ein für das Weiße Palais bestimmter Vitrinenschrank ausgeführt und durch zwei Detaildarstellungen der beiden Möbel ergänzt. Die als Vorstudie zu wertenden Darstellungen belegen Ruhls gleichzeitige Beschäftigung mit den beiden Ausstattungsprojekten um das Jahr 1840.
Der Stuhl, der im wesentlichen dem späteren Entwurf Marb. Dep. 98 entspricht, ist hier noch mit einer steileren Rückenlehne versehen. Bei der Vorstudie für einen Kaminsschirm mit dem Wappen der Gräfin von Schaumburg ist die obere Querleiste in dem Entwurf (Marb. Dep. 97) üppiger ausgeführt worden, indem hier Delphine in liegender und aufrechter Position den oberen Abschluß bilden. Seitlich ergänzte Ruhl zudem Quastenkordeln, die den textilen Charakter des Möbels hervorheben. Die stärkste Abweichung zwischen Vorstudie und Entwurf betrifft jedoch den Vitrinenschrank (vgl. Marb. Dep. 96). Die vorliegende Darstellung zeigt einen zur Mitte hin zulaufenden dreipaßartigen Aufsatz, der an den Ecken von Türmchen gerahmt wird. Drei Nischen sollten offensichtlich kleine Figuren aufnehmen. An den Seiten sind Giebeldreiecke auf die Abschlußleiste gesetzt. Dagegen ist der obere Aufsatz des Schrankes zurückhaltender gestaltet und zeigt hier eine gleichförmige Rundbogenarkade. Der untere Teil ist noch ohne Schubladen angelegt, und die Flachschnitzerei im Füllungsfeld mit dem einander zugewandten Delphinpaar ohne die Mittelachsenverzierung ausgeführt. Weiterhin zeigen die gedrechselten Eckstäbe nicht die im Entwurf zu findenden Nodi. Die kleine Einzeldarstellung in Graphit verdeutlicht offensichtlich ein Gesimsdetail des Schrankes.
Stand: August 2007 [MH]


Literatur:
unpubliziert


Letzte Aktualisierung: 08.09.2017


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