12.1.4.11 - Studie einer Schloßfassade im neogotischen Stil, Aufriß
12.1.4.11 - Studie einer Schloßfassade im neogotischen Stil, Aufriß
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Inventar Nr.:
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L GS 13696 |
Bezeichnung:
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Studie einer Schloßfassade im neogotischen Stil, Aufriß |
Künstler:
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Julius Eugen Ruhl (1796 - 1871), Zeichner/-in
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Datierung:
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um 1850 |
Geogr. Bezug:
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Technik:
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Feder in Braun |
Träger:
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Papier |
Wasserzeichen:
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Maße:
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16,2 x 17,3 cm (Blattmaß)
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Maßstab:
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Beschriftungen:
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Katalogtext:
Das ehemals in einem Klebeband J. E. Ruhls befindliche kleine Skizzenblatt zeigt den unvollendeten Aufriß eines Schlosses im Stil der englischen Neogotik. Der dreigeschossige Bau mit Rundbogenfenstern ist von turmartigen An- und Aufbauten geprägt, die charakteristisch sind für den Stil der 'castle gothic'.
Die Wiederverwendung burgenhafter Elemente des Mittelalters begann in England schon um die Mitte des 18. Jahrhunderts. Die Errichtung feudaler Repräsentationsbauten war dem Zeitgeschmack des 'picturesque' verpflichtet und blieb nicht ohne Wirkung auf den deutschen Adel, der um die Wende zum 19. Jahrhundert ebenfalls damit anfing, Schlösser im Burgenstil zu errichten. Beliebte Zitate waren z. B. die Ecktürme und Zinnenkränze. Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts spielte das englische Vorbild eine große Rolle für den deutschen Schloßbau und inspirierte zahlreiche Architekten. Ruhls Auseinandersetzung mit dieser Variante der Neogotik begann in den 1840er Jahren und führte zu zahlreichen Entwürfen in diesem Stil, die aber sämtlich nicht verwirklicht wurden.
Stand: August 2007 [UH]
Literatur:
unpubliziert
Letzte Aktualisierung: 08.09.2017