1.64.8.1 - Kassel, Weilersches Haus (Ecke Kölnische Straße 4/Mauerstraße), Entwurf, Aufriß



1.64.8.1 - Kassel, Weilersches Haus (Ecke Kölnische Straße 4/Mauerstraße), Entwurf, Aufriß


Inventar Nr.: L GS 13773
Bezeichnung: Kassel, Weilersches Haus (Ecke Kölnische Straße 4/Mauerstraße), Entwurf, Aufriß
Künstler: Albrecht (Abraham) Rosengarten (1809 - 1893)
Datierung: 1832 (nach)
Geogr. Bezug: Kassel
Technik: Feder in Schwarz, rot laviert
Träger: Papier
Wasserzeichen: "J WHATM[...] / 1832", angeschnitten
Maße: 39,2 x 37,4 cm (Blattmaß)
29,8 x 28,1 cm (Darstellungsmaß)
Maßstab: unbezifferter Maßstab ohne Maßeinheit
Beschriftungen: unten rechts: "entworfen, gezeichnet und ausgeführt v. Rosengarten" (Feder in Schwarz)


Katalogtext:
Das sog. Weilersche Haus an der Ecke Kölnische Straße 4 / Mauerstraße wurde im Zweiten Weltkrieg völlig zerstört. Die von Albrecht Rosengarten signierte Zeichnung ("entworfen, gezeichnet und ausgeführt v. Rosengarten") überliefert das Aussehen dieses Gebäudes, dessen tatsächlicher Baubestand nur in einer Fotokopie im Kasseler Stadtarchiv dokumentiert ist (Stadtarchiv Kassel S 5 A 322, frdl. Auskunft von Frank-Roland Klaube).
Der Fassadenaufriß des viergeschossigen Gebäudes wird geprägt durch einen Rundbogenstil, dessen Motive der Florentiner Renaissance entlehnt sind. Das System aus Rustika-Erdgeschoß, Lisenengliederung in den Obergeschossen und teilweise gekuppelten Rundbogenfenstern sowie runden Medaillons unterhalb des Dachgesimses erscheint in sehr ähnlicher Form auch in den frühen Enwürfen J. E. Ruhls für das "Haus Ruhl", die um 1837 entstanden sind (vgl. L GS 13634 u. L GS 13647). In Verbindung mit dem von Rosengarten verwendeten Papier mit einem Wasserzeichen von 1832 kann man deshalb seinen Entwurf etwa gleichzeitig datieren. Baudaten für das "Weilersche Haus" sind nicht überliefert, man kann aber davon ausgehen, daß die Errichtung nur wenig später erfolgte. Gleichzeitig entstand seinerzeit in Kassel auch die neue Synagoge nach Rosengartens Entwurf. Trotz dieses offensichtlichen Erfolges des begabten Architekten gelang es ihm späterhin nicht, in der staatlichen Bauverwaltung Fuß zu fassen. Daraufhin verließ er Ende der 40er Jahre Kassel und etablierte sich in Hamburg als Architekt.
Stand: August 2007 [UH]


Literatur:
Hallo 1983, S. 598, Anm. 17; Schuchard 2000, S. 43, Anm. 66


Letzte Aktualisierung: 08.09.2017


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