1.64.12.28 - Kassel, "Haus Ruhl", Entwurf zum Erdgeschoß, Grundriß



1.64.12.28 - Kassel, "Haus Ruhl", Entwurf zum Erdgeschoß, Grundriß


Inventar Nr.: L GS 13855
Bezeichnung: Kassel, "Haus Ruhl", Entwurf zum Erdgeschoß, Grundriß
Künstler: Julius Eugen Ruhl (1796 - 1871), Architekt/-in, Entwurf
unbekannt, Zeichner/-in, Ausführung
Datierung: 1841
Geogr. Bezug: Kassel
Technik: Graphit, Feder in Schwarz und Rot, grau und ocker laviert
Träger: Papier
Wasserzeichen: -
Maße: 62,4 x 44,9 cm (Blattmaß)
Maßstab: bezifferter Maßstab ohne Maßeinheit
Beschriftungen: oben links: "Copie" (mit Feder in Schwarz);
oben rechts: "Genehmigt zufolge Ministerialbeschlusses / des Innern vom 7ten Augst. 1841 No 7847" (mit Feder in Schwarz);
oben rechts: "1." (mit Farbstift in Blau);
unten rechts: "Für die Übereinstimmung mit dem / Original / Riemann" (mit Feder in Schwarz);


Katalogtext:
Der mit dem Vermerk "Genehmigt zufolge Ministerialbeschlusses / des Innern vom 7ten Augst. 1841 No 7847" versehene Grundriß des von Ruhl am Ständeplatz geplanten Mietshauses zeigt eine weitere Variante der Aufteilung des Gebäudes in mehrere kleine Wohnungen. Die auch durch die farbige Lavierung unterschiedenen beiden Hausbereiche sind hier nicht symmetrisch gestaltet, sondern separat gegliedert und mit Eingängen versehen. Der linke Hausteil ist ähnlich wie in der 1837 datierten Zeichnung L GS 13873 gestaltet, wobei von der Durchfahrt aus der Zugang ins Treppenhaus erfolgt. Der linke Seitenflügel wird zur Hälfte in die Wohnung integriert ("Gesindestube", "Küche"), der hintere Teil dient als Remise, Holzstall und Waschhaus. Der rechte Hausteil besitzt einen Haupteingang an der rechten Hausseite und einen Nebeneingang in der hofseitigen Gebäudeecke, von wo aus man direkt in das Treppenhaus gelangt. Der wie in der anderen geteilten Gebäudevariante L GS 13876 verkürzte Seitenflügel ist bis auf das "Waschhaus" am Ende in die Wohnung integriert.
Die Seitenfassade des Vorderhauses entspricht der in dem Aufriß L GS 13879 gezeigten Gliederung, so daß diese Aufrißvariante vermutlich mit dem vorliegenden Grundriß in Verbindung zu bringen ist.
Die Beschriftung "Copie" und "Für die Übereinstimmung mit dem / Original / Riemann" belegt, daß es sich hier um eine Nachzeichnung des Ruhlschen Entwurfes handelt, der vermutlich im Ministerium verblieben ist.
Stand: August 2007 [UH]

Literatur:
  • Siegfried Lohr: Planungen und Bauten des Baumeisters Julius Eugen Ruhl. Ein Beitrag zur Baugeschichte Kassels und Kurhessens im 19. Jahrhundert (Kunst in Hessen und am Mittelrhein Beiheft 23). Darmstadt 1984, S. 144ff.


Letzte Aktualisierung: 13.02.2026



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