1.64.12.14 - Kassel, "Haus Ruhl", Entwurf zum Erdgeschoß, Grundriß



1.64.12.14 - Kassel, "Haus Ruhl", Entwurf zum Erdgeschoß, Grundriß


Inventar Nr.: L GS 13873
Bezeichnung: Kassel, "Haus Ruhl", Entwurf zum Erdgeschoß, Grundriß
Künstler: Julius Eugen Ruhl (1796 - 1871), Architekt
Datierung: 1837
Geogr. Bezug: Kassel
Technik: Graphit, Feder in Grau, braun laviert
Träger: Papier
Wasserzeichen: Lilienwappen mit Krone
Maße: 52,1 x 35,8 cm (Blattmaß)
Maßstab: bezifferter Maßstab ohne Maßeinheit
Beschriftungen: oben rechts: "5." (Farbstift in Blau)
in der Darstellung: "zum [...] im Rez de Chausee/ sind nötig 226460 Steine = 12 [...] / den 26/11 37 / R." (Graphit)
in der Darstellung: Maßangaben und Erläuterungen (Graphit)


Katalogtext:
Der mit zahlreichen Maßangaben und einer eigenhändigen, vom 26.11.1837 datierten Anmerkung versehene Entwurf zum Grundriß des Erdgeschosses des geplanten Wohnhauses am Ständeplatz orientiert sich deutlich an dem Grundriß L GS 13870. Die zentrale Durchfahrt mit dem an der linken Seite angelegten Haupttreppenhaus bestimmt nach wie vor die Gliederung des Vorderhauses. Neu ist hier allerdings die Abtrennung zur Treppe, die durch ein Wandstück in Breite des Treppenpodests und zweier Pfeilerstellungen (vermutlich Arkaden) räumlich wieder stärker separiert ist. Diese Gliederung wird an der gegenüberliegenden Wand in der Durchfahrt mit Pfeilervorlagen symmetrisch wiederholt, wodurch die Eingangssituation rhythmisch akzentuiert wird. Die Aufteilung der seitlichen Räume folgt weitgehend dem älteren Vorbild. Anstelle der Wäschekammer ist an der rechten Abschlußmauer allerdings eine weitere kleine Treppe eingezeichnet, die möglicherweise direkt in den Keller führen sollte.
Die Fassadengliederung entspricht an der Eingangsfassade mit den beiden zweiachsigen Seitenrisaliten, die die innere Raumunterteilung widerspiegeln, weitgehend dem früheren Plan (L GS 13870). Die ehemals glatte Seitenfassade ist hier jedoch gleichfalls durch zwei einachsige Seitenrisalite akzentuiert, die nicht der inneren Raumaufteilung entsprechen. Diese Fassadengestaltung stimmt aber mit derjenigen der Seitenaufrisse L GS 13647, L GS 13856 und L GS 13882 überein, die ebenfalls in die frühe Planungsphase zu datieren sind.
Die zahlreichen Maße und Detaileinzeichnungen (Kamine, Öfen) legen die Vermutung nahe, daß es sich hier um eine frühe Werkzeichnung handelt, die ungefähr zu Beginn der Bauarbeiten am linken Flügel angelegt wurde.
Stand: August 2007 [UH]


Literatur:
Lohr 1984, S. 144ff., Abb. 99


Letzte Aktualisierung: 08.09.2017


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