1.64.12.20 - Kassel, "Haus Ruhl", Entwurf als Akademie, Lageplan und Grundriß der dritten Etage



1.64.12.20 - Kassel, "Haus Ruhl", Entwurf als Akademie, Lageplan und Grundriß der dritten Etage


Inventar Nr.: L GS 13885
Bezeichnung: Kassel, "Haus Ruhl", Entwurf als Akademie, Lageplan und Grundriß der dritten Etage
Künstler: Julius Eugen Ruhl (1796 - 1871), Architekt
Datierung: 1840
Geogr. Bezug: Kassel
Technik: Graphit, Feder in Schwarz, braun, ocker, rot und rosa laviert
Träger: Papier
Wasserzeichen: -
Maße: 36 x 54 cm (Blattmaß)
Maßstab: -
Beschriftungen: oben links: "31." (Farbstift in Blau)
in der Darstellung: "3te Étage" (Graphit; Feder in Schwarz)
in der Darstellung: Erläuterungen im Lageplan (Feder in Schwarz)


Katalogtext:
Die durch den Rechtsstreit mit dem Bankier Feidel entstandene Verzögerung veranlaßte Ruhl dazu, neue Pläne für das von ihm zu bebauende Grundstück am Ständeplatz zu entwickeln, um eine gewinnbringende Vermietung zu ermöglichen. Am 8.4.1840 bot er deshalb in einem ausführlichen Brief an das Ministerium des Innern an, das Gebäude als "Local für die Academie der bildenden Künste", das Staatsarchiv und das "Ober-Medizinal-Collegium" einzurichten (StAM Best. 160, Nr. 18; vgl. Lohr 1984, S. 145). Dieser Schilderung entsprechen drei Zeichnungen (L GS 13885, L GS 13874, L GS 13648) mit einem Situationsplan, Grundrissen der einzelnen Geschosse und einem Aufriß der Hauptfassade. Das vorliegende Blatt kombiniert einen Situationsplan (oben) mit dem Grundriß der dritten Etage (unten), dem obersten Geschoß des Hauses. Der Plan zeigt die Bebauung zwischen "Friedrich Wilhelms Straße" und "Cöllnische[r] Straße". Im Zentrum steht das 1836 fertiggestellte Ständehaus zwischen Schwarzenberg-Haus (links) und "Neu / projectiertes Acade / mie=Gebäude". Das Akademiegebäude ist in der schon aus anderen Grundrißzeichnungen (vgl. L GS 13870) bekannten Form mit zwei rückwärtigen Flügeln dargestellt, an die ein "Garten" anschließt. Eine gestrichelte Linie markiert den ursprünglichen asymmetrischen Verlauf des Grundstücks an der rechten Seite, der den Rechtsstreit entfacht hatte.
Die Verteilung der Räume in der dritten Etage entspricht derjenigen des darunterliegenden Geschosses (vgl. L GS 13874). Die Nutzung der numerierten Räume, die nach Auskunft von Ruhls Brief "für weitere Zwecke oder für eine Staatsbehörde" vorgesehen sind (s. o.), bleibt offen.
Aufgrund des Zusammenhangs mit dem Brief von 1840 wird diese Zeichnung etwa 1840 entstanden sein.
Stand: August 2007 [UH]


Literatur:
Lohr 1984, S. 144ff.


Letzte Aktualisierung: 08.09.2017


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