1.64.13.2 - Kassel, Fassadenentwürfe zu Gebäuden der westlichen Stadterweiterung, Aufriß



1.64.13.2 - Kassel, Fassadenentwürfe zu Gebäuden der westlichen Stadterweiterung, Aufriß


Inventar Nr.: L GS 13890
Bezeichnung: Kassel, Fassadenentwürfe zu Gebäuden der westlichen Stadterweiterung, Aufriß
Künstler: Julius Eugen Ruhl (1796 - 1871), Architekt
Datierung: 1836
Geogr. Bezug: Kassel
Technik: Graphit, Feder in Schwarz und Braun, grau laviert
Träger: Papier
Wasserzeichen: Jüngling mit Velum, darunter "VDL" und "VAN DER LEY"
Maße: 19 x 101,3 cm (Blattmaß)
Maßstab: bezifferter Maßstab mit Maßeinheit Fuß
Beschriftungen: oben links: "Ruhl (Entwurf Ständeplatz?)" (Graphit)
verso: "Ruhl-Mappe" (Graphit)


Katalogtext:
Die unvollendet gebliebene Fassadenabwicklung einer Gruppe von palaisartigen Häusern in geschlossener Baureihe und unterschiedlicher stilistischer Ausgestaltung ist, wie L GS 13891, ein Entwurf Ruhls für die Bebauung in der von ihm 1833 entworfenen Stadterweiterung (Holtmeyer 1923, S. 59f.; Lohr 1984, S. 15f.). In der achsensymmetrisch konzipierten Anlage ist in der Mitte ein durch Geschoß- und Achsenzahl hervorgehobenes Gebäude vorgesehen, von dem jedoch nur das Gliederungsraster der Fassade in Graphit angelegt worden ist. Auch die auf der rechten Seite anschließenden Bauten sind nur in Graphit angedeutet, wobei verschiedene Alternativlösungen erprobt werden. Das gilt auch für den turmförmigen Eckbau, ein ungewöhnliches Motiv, an dem Ruhl offenbar so gelegen war, daß er es sowohl im Entwurf L GS 13891 wie auch in den von August Eggena nach seinen Vorgaben 1836 gezeichneten Darstellungen stets beibehielt (Lohr 1984, Abb. 6 u. 7).
Die Planung von Wohnhäusern in der Form palastartiger Bauten entspricht den von Wolff etwa zur gleichen Zeit realisierten Bauten in der Wolfsschlucht (L GS 15330) oder dem bereits früher einsetzenden Vorgehen Klenzes in München.
Stand: August 2007 [GF]


Literatur:
Lohr 1984, S. 74, 148


Letzte Aktualisierung: 08.09.2017


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