1.64.12.17 - Kassel, "Haus Ruhl", Entwurf zu Keller und Dachgeschoß, Grundriß (recto); unvollendeter Aufriß (verso)



1.64.12.17 - Kassel, "Haus Ruhl", Entwurf zu Keller und Dachgeschoß, Grundriß (recto); unvollendeter Aufriß (verso)


Inventar Nr.: L GS 13894
Bezeichnung: Kassel, "Haus Ruhl", Entwurf zu Keller und Dachgeschoß, Grundriß (recto); unvollendeter Aufriß (verso)
Künstler: Julius Eugen Ruhl (1796 - 1871), Architekt
Datierung: 1837
Geogr. Bezug: Kassel
Technik: Graphit, Feder in Grau, braun laviert
Träger: Papier
Wasserzeichen: -
Maße: 50,7 x 35,8 cm (Blattmaß)
Maßstab: unbezifferter Maßstab ohne Maßeinheit
Beschriftungen: oben rechts: "14"










































"14." (Farbstift in Blau)
in der Darstellung: "Erkergeschoß" (Graphit)
in der Darstellung: "Kellergeschoß" (Graphit)
in der Darstellung: Erläuterungen (Graphit)


Katalogtext:
Das vorliegende Blatt vereint die Entwürfe zum Grundriß von "Erkergeschoß" und Keller im "Haus Ruhl" am Ständeplatz. Aufgrund von Format und Technik erweist es sich als zugehörig zu der Serie von Grundrissen L GS 13871 - L GS 13873.
Das Dachgeschoß, das im Fassadenaufriß L GS 13634 eingezeichnet ist, erstreckte sich an Vorder- und Rückseite als Dacherker über die drei mittleren fünf Fensterachsen und vier Räume, während an der linken Schmalseite eine kleinere Gaube über eine einzige Stube mit drei dicht nebeneinanderliegenden Fenstern verfügt (vgl. den Aufriß L GS 13647). Die rechte Gebäudeseite erhält wegen der Nachbarbebauung keinen Dacherker, in der Mitte unter dem First ist aber eine Stube mit einem kleinen Fenster eingezeichnet. Die Abseiten in den Ecken sollten als unbelichtete "Kammern" genutzt werden. Neben den von 1 bis 8 numerierten Stuben enthält das Dachgeschoß auch eine Küche neben einer kleinen Treppe, die anscheinend das große Treppenhaus ersetzt, an dessen Stelle hier ein großer offener Raum, wahrscheinlich ein Trockenboden, vorgesehen ist. Graphiteinzeichnungen lassen auch bei diesem Blatt darauf schließen, daß Ruhl die Planungen noch nicht endgültig abgeschlossen hatte.
Der auf der unteren Hälfte des Blattes eingezeichnete Kellergrundriß zeigt die massiven Fundamente des Haupthauses (die Seitenflügel sollten nicht unterkellert werden). Bis auf wenige Ausnahmen sollte der überwölbte Raum zwischen den tragenden Mauern für Kohlenverschläge und Kellerräume der einzelnen Mietparteien genutzt werden. Diese Raumverteilung zeigt sich auch in dem Kellergrundriß L GS 13877, der in die erste Planungsphase zu datieren ist.
Im Zusammenhang mit den anderen Blättern der Serie von Grundrissen kann man auch diese Zeichnung in das Jahr 1837 datieren.
Die Rückseite des Blattes zeigt eine unvollendete Fassadenskizze des Gebäudes.
Stand: August 2007 [UH]


Literatur:
Lohr 1984, S. 144ff.


Letzte Aktualisierung: 08.09.2017


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