3.128.2.2 - Wilhelmsbad, Bahnhof, Bauaufnahme, Aufriß von der Straßenseite und Grundriß der ersten Etage



3.128.2.2 - Wilhelmsbad, Bahnhof, Bauaufnahme, Aufriß von der Straßenseite und Grundriß der ersten Etage


Inventar Nr.: L GS 8375
Bezeichnung: Wilhelmsbad, Bahnhof, Bauaufnahme, Aufriß von der Straßenseite und Grundriß der ersten Etage
Künstler: Julius Eugen Ruhl (1796 - 1871), Architekt, fraglich
Datierung: 1846/47
Geogr. Bezug: Wilhelmsbad
Technik: Graphit, Feder in Schwarz, grau, ocker und rosa laviert
Träger: Papier
Wasserzeichen: -
Maße: 58,3 x 78 cm (Blattmaß)
Maßstab: bezifferter Maßstab mit Maßeinheit "Casseler Fuss"
Beschriftungen: unten rechts: "Ausgeführt im Jahr 1847." (Feder in Schwarz)
oben mittig: "Frankfurt-Hanauer-Eisenbahn./ Stations-Gebäude Wilhelmsbad." (Feder in Schwarz)
in der Darstellung: div. Erläuterungen (Feder in Schwarz)


Katalogtext:
Die zweite Zeichnung für die "Frankfurt-Hanauer-Eisenbahn. / Stations-Gebäude Wilhelmsbad" kombiniert die "Façade an der Strasse" mit dem Grundriß der "1te[n] Etage. Wohnung des Billeteurs".
Die Eingangsseite des Gebäudes wird auch hier dominiert von dem zweigeschossigen Mittelbau, dessen oberer Abschluß wie an der Gegenseite von einem Zinnenkranz geprägt wird, allerdings werden hier die Seitenrisalite turmartig betont, während der Mittelteil mit schmalem Balkon im Obergeschoß eigenwillige Zinnengiebel über den Doppelfenstern aufweist. Deutlicher als an der Bahnsteigseite erkennt man hier die Korbbogenform der Fenster, ebenfalls eine Reminiszenz an die englische 'castle gothic'.
Die Wohnung im Obergeschoß des Mittelbaus wird durch einen zentralen Gang erschlossen, dem beiderseits je eine Stube und eine "Kammer" zugeordnet sind. Die Küche liegt direkt hinter dem "Vorplatz" am Ende des seitlichen Treppenaufgangs.
Die als "Ausgeführt im Jahr 1847" bezeichnete Zeichnung stammt vermutlich nicht von Ruhls eigener Hand, vielmehr ist sie einem seiner Mitarbeiter zuzuschreiben. Die sorgfältige Rahmung und Beschriftung lassen vermuten, daß es sich hier um eine Vorlage für einen Stahlstich handelt, wie sie Edmund Hacault auch für andere Bahnhöfe aus Ruhls Baubüro verwendet hat (Hacault 1855-1861).
Stand: August 2007 [UH]


Literatur:
Lohr 1984, S. 169; Denkmaltopographie 2005/1 , Abb. S. 128


Letzte Aktualisierung: 08.09.2017


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