1.60.1.5 - Kassel, Palais Reichenbach, Audienzzimmer, Entwurf für einen Armlehnstuhl, perspektivische Ansicht



1.60.1.5 - Kassel, Palais Reichenbach, Audienzzimmer, Entwurf für einen Armlehnstuhl, perspektivische Ansicht


Inventar Nr.: Marb. Dep. 104a
Bezeichnung: Kassel, Palais Reichenbach, Audienzzimmer, Entwurf für einen Armlehnstuhl, perspektivische Ansicht
Künstler: Julius Eugen Ruhl (1796 - 1871)
Datierung: um 1840
Geogr. Bezug: Kassel
Technik: Graphit, koloriert
Träger: Papier
Wasserzeichen: -
Maße: 25,7 x 18,8 cm (Blattmaß)
Maßstab: -
Beschriftungen: untern rechts: "R." (Feder in Schwarz)


Katalogtext:
Für das Audienzzimmer fertigte Julius Eugen Ruhl zwei Entwürfe für ein Kanapee (Marb. Dep. 104b) und für den hier vorliegenden Armlehnstuhl an. Eine Einheitlichkeit ergibt sich dabei durch die gleiche Wahl eines Stoffes in Streifenmusterung, der in farblicher Differenzierung auch für die Möbel des rosa Kabinetts und des in gelb gehaltenen Wohnzimmers vorliegen sollte.
Der Zargenstuhl ist ein typisches Objekt der Zeit, bei dem verschiedene Stilelemente miteinander kombiniert werden. Während die Stützen in Form der nach hinten ausgestellten Säbelbeine das typische Merkmal eines Biedermeierstuhls darstellen, sind die durch Schmuckmanschetten verzierten, runden Rahmenteile der Rücklehne, die bekrönenden Zierelemente, die gedrechselten Armlehnen sowie der bogenfriesartige Zargenrand von der Renaissance beeinflußt. Barocke Details finden sich in Form vegetabiler Motive als Verkleidung der hälftig gewundenen vorderen Balusterbeinen und am Ansatz zwischen dem senkrechten Schenkel der Rückenlehne und der Sitzfläche. Arm- und Rückenlehnen sind zudem noch mit einem neogotischen Fransenbesatz versehen. Auffällig sind die in Metall auszuführenden Fußstreben, die vermutlich konstruktiv notwendig waren.
Stand: August 2007 [MH]


Literatur:
unpubliziert


Letzte Aktualisierung: 08.09.2017


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