1.50.2.9 - Kassel, Friedrichsplatz, Entwurf zur Einfassung des Denkmals Landgraf Friedrichs II., Grund- und Aufriß



1.50.2.9 - Kassel, Friedrichsplatz, Entwurf zur Einfassung des Denkmals Landgraf Friedrichs II., Grund- und Aufriß


Inventar Nr.: Marb. Dep. 144
Bezeichnung: Kassel, Friedrichsplatz, Entwurf zur Einfassung des Denkmals Landgraf Friedrichs II., Grund- und Aufriß
Künstler: unbekannt
Datierung: um 1821
Geogr. Bezug: Kassel
Technik: Graphit, Feder in Grau, schwarze Tusche, orange-braun, blau und gelb laviert
Träger: Papier
Wasserzeichen: "RUSE & TURNERS / 1815"
Maße: 45,6 x 53,3 cm (Blattmaß)
Maßstab: unbezifferter Maßstab ohne Maßeinheit
Beschriftungen: oben links: "4." (Feder in Schwarz)
oben links: "Die Idee zu Vier Laternen für die Statue / gehet an den HofBaumeister z Bericht / u um Gleichmaasige Laternen für den Gan- / tzen Platz zu [...]. / Wilhelm K' (Feder in Braun)
oben rechts: "A."; "II. Nr. 14." (Feder in Braun, Graphit)
in der Darstellung: "Das Pied d'Estal dürfte / Marmor Artig anzimahlen / seyn"; "Sollten Schaalen / mit Pot a feux nicht / Passender seyn."; "Das Gelender auf eine hoehere / Mauer zu setzen a." (Feder in Braun)


Katalogtext:
Zur Darstellung des projektierten Gitters um das Denkmal Landgraf Friedrichs II. ist dieses in Auf- und Grundriß gezeigt. Als Einfriedung sind lanzenförmige Staketen zwischen vier aus Stäben bestehenden Unterbauten für die Leuchter an den Ecken vorgesehen. Alle Bestandteile sollten aus Eisen angefertigt werden, das in der Zeichnung hellblau wiedergegeben ist. Auch bei dem Denkmal sind die Materialfarben angegeben, so daß der Kontrast zwischen der Marmorstatue und dem bei der Wiederaufrichtung in Sandstein ausgeführten Postament sichtbar wird (vgl. GS 5966).
An mehreren Stellen des Entwurfs sind Anmerkungen und Korrekturskizzen von Kurfürst Wilhelm II. vorgenommen worden, mit denen er, wie er es oft tat (vgl. Bidlingmaier 2000, S. 98f.), Einfluß auf gestalterischen Einzelheiten der Planung nehmen wollte. So wünschte er in diesem Fall, das Piedestal in Erinnerung an den ursprünglichen Zustand des 18. Jahrhunderts "Marmor Artig" anzumalen, anstelle der Lampen vielleicht "Schalen mit Pot a feux" zu verwenden und "das Gelender auf eine hoehere Mauer zu setzen".
Die in dem Vermerk oben links geäußerte Forderung des Kurfürsten nach Vorschlägen für die Beleuchtung des gesamten Platzes ist in Marb. Dep. 143 umgesetzt worden. Demnach kann Marb. Dep. 144 zeitlich vor dieses auf den 16. November 1821 datierte Blatt eingeordnet werden.
Die Einfriedung des Denkmals erfolgte nicht nach diesem, sondern nach einem anderen Entwurf (vgl. Katalog Kassel 1979, o. Nr., nach Nr. 308).
Stand: August 2007 [GF]


Literatur:
Holtmeyer 1923, S. 803


Letzte Aktualisierung: 08.09.2017


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