1.66.2.4 - Kassel, Brüderkirche, Entwurf für die geplante Neueinrichtung, Querschnitt nach Osten



1.66.2.4 - Kassel, Brüderkirche, Entwurf für die geplante Neueinrichtung, Querschnitt nach Osten


Inventar Nr.: Marb. Dep. 180
Bezeichnung: Kassel, Brüderkirche, Entwurf für die geplante Neueinrichtung, Querschnitt nach Osten
Künstler: Georg Rudolph (1813 - 1897), Architekt, Entwurf
Friedrich Burghard Ritz (1806 - 1857), Zeichner, fraglich
Datierung: 1857
Geogr. Bezug: Kassel
Technik: Graphit, Feder in Schwarz, koloriert
Träger: Papier
Wasserzeichen: "J WHATMAN / 1856"
Maße: 48 x 32,9 cm (Blattmaß)
Maßstab: bezifferter Maßstab mit Maßeinheit "C. F."
Beschriftungen: mittig: "Querdurchschnitt der Brüderkirche." (Feder in Braun)
unten rechts: "Rudolph." (Feder in Braun)


Katalogtext:
Neben dem Grundriß und dem Längsschnitt gehören zu dem von Stadtbaumeister Rudolph ausgeführten Konvolut auch zwei Zeichnungen mit Querschnitten der Kirche nach Osten. Merkwürdigerweise sind die Darstellungen bis auf ein unterschiedliches Maß sowie leichte Detailabweichungen nahezu deckungsgleich, ein Querschnitt nach Westen fehlt dagegen. Eine leicht abweichende Zeichentechnik könnte eventuell auf verschiedene Zeichner hindeuten, wobei neben Rudolph der Baureferent Ritz in Frage kommt, der auch das dazu gehörige Plangutachten verfaßt hat.
Der Schnitt zeigt die beiden Kirchenschiffe und die sie trennende Pfeilerreihe, wobei die unmittelbar nach dem dritten nordwestlichen Fenster gezogene Schnittlinie allein einen Eindruck von dem langgestreckten Chor vermittelt. Direkt an der Schnittlinie befindet sich die an der Südmauer angebrachte Kanzel, die nicht von einer Verlegung betroffen war. Im vorderen Bereich ist der Taufstein und von diesem verdeckt der Altar zu erkennen. Im hinteren Bereich des Chores ist die quer verlaufende Abschrankung sichtbar, durch die im Chorpolygon ein abgetrennter Raum mit einem Konfirmanden-Zimmer sowie Ständen für die Pfarrer und Kirchenältesten an den Seiten entsteht (s. Grundriß Marb. Dep. 178). Zum Kirchenraum sollte zwischen den hölzernen Stützen eine Verglasung entstehen, um den neu geschaffenen Raum ausreichend zu erleuchten.
Der Bereich des Seitenschiffs zeigt die zweigeschossige Bestuhlung mit unteren Bankreihen sowie den auf der Empore amphitheatralisch ansteigenden Plätzen. Dabei sollten die unter der Empore bereits existierenden Bankpartien beibehalten werden. Allerdings war für die vorderen Bankreihen eine Vorderwand sowie bessere Seitenwände vorgesehen, um sie der Form der Bänke in Hauptschiff und Chor anzugleichen. Die Aufsätze der Kirchenstände sollten beseitigt werden. Da für den Haupteingang eine Erweiterung geplant war, mußten die seitlich davon angeordneten Bankreihen verkürzt werden (Kassel, Landeskirchliches Archiv, E 2 Kassel 1041, 15.2.1857).
Die zur Empore führende Treppe erschließt den fürstlichen Stand (s. Grundriß Marb. Dep. 178), der - gegenüber der Kanzel gelegen - einen eigenen Zugang erhält, "da die rechts gelegenen Treppen mit den Ständen hinter dem neu anzulegenden fürstlichen Stand eine angemessene Verbindung hat" (Kassel, Landeskirchliches Archiv, E 2 Kassel 1041, 15.2.1857).
Stand: August 2007 [MH]


Literatur:
unpubliziert


Letzte Aktualisierung: 08.09.2017


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