2.9.1.2 - Kassel-Wilhelmshöhe, Speisesaal (?) auf dem Apolloberg, Entwurf, Grund- und Aufriß



2.9.1.2 - Kassel-Wilhelmshöhe, Speisesaal (?) auf dem Apolloberg, Entwurf, Grund- und Aufriß


Inventar Nr.: Marb. Dep. 185
Bezeichnung: Kassel-Wilhelmshöhe, Speisesaal (?) auf dem Apolloberg, Entwurf, Grund- und Aufriß
Künstler: Johann Conrad Bromeis (1788 - 1855), Architekt
Datierung: 14.04.1823
Geogr. Bezug: Kassel-Wilhelmshöhe
Technik: Feder in Schwarz
Träger: Papier
Wasserzeichen: "J WHATMAN / TURKEY MILLS / 1819"
Maße: 66,4 x 46 cm (Blattmaß)
55,8 x 35,8 cm (Darstellungsmaß)
Maßstab: doppelt bezifferter Maßstab mit Maßeinheit Fuß
Beschriftungen: verso: "Projekt zu einem Saal auf dem Apolloberg" (Graphit)
oben rechts: "p." (Feder in Schwarz)
unten rechts: "Bromeis. inv: 14/4. 23." (Feder in Schwarz)
in der Darstellung: Maßangaben und Erläuterungen (Graphit)


Katalogtext:
Am 14. April 1823 fertigte Bromeis einen weiteren Entwurf zu einem Saal auf dem Apolloberg an, der ihn schon im März desselben Jahres beschäftigt hatte (vgl. Marb. Dep. 184). Auch hier orientierte er sich an antiker Tempelarchitektur: Er wählte einen korinthischen Amphiprostylos auf hohem Sockel mit Freitreppen. Nach Ausweis des beigefügten Maßstabs sollte die Breite wie bei dem älteren Entwurf 11 m betragen, während die Länge der Anlage einschließlich der Treppen mit ca. 43 m fast verdoppelt wurde.
Die Eingangsfront auf hohem Podest ist dem korinthischen Stil entsprechend reich dekoriert. Balustraden mit blumengefüllten Vasen markieren beiderseits das Treppenpodest. Schlanke Säulen korinthischer Ordnung tragen das mit schmalen Ornamentbändern dekorierte Gesims und den Dreiecksgiebel, der in seiner deutlich abgesetzten Füllung mit einer vielfigurigen antikischen Darstellung des thronenden Zeus und anderer Götter dekoriert ist.
Der Grundriß zeigt die extreme Längenerstreckung der Anlage, durch die die von beiden Seiten zugängliche, durch eine Säulenreihe unterteilte Cella auf eine Länge von ca. 22 m anwächst. Ob es sich hierbei tatsächlich noch um den Entwurf für einen "Speisesaal" handelt, wie bisher angenommen (vgl. Holtmeyer 1910, S. 330; Paetow 1929, S. 48), erscheint demnach fraglich.
Stand: Mai 2005 [UH]


Literatur:
Holtmeyer 1910, S. 330; Holtmeyer 1913, Abb. 64 u. 65; Paetow 1929, S. 48


Letzte Aktualisierung: 08.09.2017


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