3.130.4.8 - Wilhelmsthal, Domäne, Bauaufnahme (?) der Häuser für die Gartenknechte, Ansicht und Grundriß



3.130.4.8 - Wilhelmsthal, Domäne, Bauaufnahme (?) der Häuser für die Gartenknechte, Ansicht und Grundriß


Inventar Nr.: Marb. Dep. 213
Bezeichnung: Wilhelmsthal, Domäne, Bauaufnahme (?) der Häuser für die Gartenknechte, Ansicht und Grundriß
Künstler: Wilhelm Johann Heinrich Arend (1807 - 1882), Architekt
Datierung: 1825 (nach)
Geogr. Bezug: Wilhelmsthal
Technik: Graphit, Feder in Schwarz, braun laviert
Träger: Papier
Wasserzeichen: "VAN DER LEY"
Maße: 63,7 x 48,1 cm (Blattmaß)
Maßstab: bezifferter Maßstab mit Maßeinheit "fuss"
Beschriftungen: oben mittig: "Wohnung der Gärtnerburschen." (Feder in Schwarz)
in der Darstellung: Anmerkungen zum Gebäude (Graphit)
unten rechts: "W. A." (Feder in Schwarz)
verso: "Wohnhäuser am Wilhelmsthal" (Graphit)


Katalogtext:
Die beiden hier dokumentierten Häuser für die Gartenknechte der Domäne Wilhelmsthal flankierten die beiden Kavaliershäuser, die ihrerseits das Pächterhaus rahmten. Heute existieren nur noch das Pächterhaus und die diesem östlich zugeordneten Häuser.
Im Vergleich mit der von Friedrich Carl Siegmund Sallmann noch während seines Praktikums angefertigten Zeichnung der Häuser (Marb. Dep. 218) wirkt die Arbeit von Wilhelm Johann Heinrich Arend routinierter und insbesondere die Gestaltung der Fassade überzeugender. Allerdings ist die ausgeführte Fassadenstruktur irreführend. Die Linien und Farbakzente suggerieren einen Steinverband; der Grundriß dagegen dokumentiert einen Fachwerkbau, der in verputzter Form auch umgesetzt wurde. Vermutlich entstand die Zeichnung während Arends Zeit als Hofbaueleve (1825-30?).
Aufriß und Grundriß des Hauses in der rechten Blatthälfte sind zu einem späteren Zeitpunkt, nachdem das Gebäude abgebrochen und das Grundstück dem Bezeichnungstext zufolge für den Bau einer Halle benutzt worden war, mit Graphit durchgestrichen worden. Offensichtlich von derselben Hand wurde dem linken Haus ein L-förmiger Anbau hinzugefügt, der im Zuge eines späteren Bauprojekts entstand. Dieser Teil fungierte der Beschriftung nach als Stall. In einer Raumecke war eine Schmiedeesse untergebracht. Als Arbeiterhaus ist der Bau von der Schloßverwaltung an die Domäne verpachtet worden.
Das Blatt weist das Wasserzeichen "VAN DER LEY" auf.
Stand: September 2004 [MH]


Literatur:
unpubliziert


Letzte Aktualisierung: 08.09.2017


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