3.130.4.3 - Wilhelmsthal, Domäne, Bauaufnahme des Marstallgebäudes, Grundriß



3.130.4.3 - Wilhelmsthal, Domäne, Bauaufnahme des Marstallgebäudes, Grundriß


Inventar Nr.: Marb. Dep. 219
Bezeichnung: Wilhelmsthal, Domäne, Bauaufnahme des Marstallgebäudes, Grundriß
Künstler: Heinrich Ludwig Regenbogen (1802 - 1885), Architekt
Datierung: 23.10.1822
Geogr. Bezug: Wilhelmsthal
Technik: Graphit, Feder in Schwarz und Braun, grau, braun und blau laviert
Träger: Papier
Wasserzeichen: "J WHATMAN / TURKEY MILLS"
Maße: 63,9 x 43 cm (Blattmaß)
56,4 x 35,5 cm (Darstellungsmaß)
Maßstab: bezifferter Maßstab mit Maßeinheit "Fus Caß:"
Beschriftungen: oben mittig: "Grundrisse des Marstall Gebäudes / zu Wilhelmsthal" (Feder in Schwarz)
oben links und rechts: 2 x "D." (Feder in Braun)
oben rechts: "I. No 25" (Graphit)
in der Darstellung: "Rez-de chaussée" (Feder in Schwarz)
in der Darstellung: "Bell' Étage" (Feder in Schwarz)
unten rechts: "23/10 22. / Regenbogen" (Feder in Schwarz und Braun)
verso: "D." (Feder in Braun)
verso: "16 / 4 (a,1)" (Feder in Türkis)


Katalogtext:
Die von dem Hofkondukteur Heinrich Ludwig Regenbogen ausgeführte Zeichnung des Marstalls bildet die zu der Aufrißzeichnung Marb. Dep. 216 zugehörigen Grundrisse des Erd- und Obergeschosses ab.
Im Erdgeschoß des Mittelbaus befinden sich seitlich eines Durchgangs die Bereiche mit den Pferdeboxen. Die beiden Räume daneben, von denen der hofseitige beheizbar ist, wurden als Futter- und Geschirrkammern genutzt. In den sich zu den Gebäudeecken anschließenden Räumen sollte einem Inventarverzeichnis (StAM Best. 7b/1/Nr. 792) zufolge der Gemüsevorrat untergebracht werden und auf den gegenüberliegenden Seiten weitere Pferdeboxen sowie der Kuhstall des Fürsten. Die Flügelbauten boten Platz für kleinere Bedienstetenkammern, Wirtschaftsräume (u. a. die Backstube, das Waschhaus, einen weiteren Lagerraum für Gemüse), eine Wagenremise, eine Futterkammer und einen Futterplatz, eine Brennerei mit entsprechenden Herdstellen sowie eine Brennstube. Dabei ist der rechte Flügel durch die farbliche Unterscheidung des Außenmauerwerks und die aus der Mauerflucht vortretende Gebäudegrenze als Umbaumaßnahme gekennzeichnet.
Im darüberliegenden Geschoß war der linke Seitenflügel mit einem Saal, einem Kabinett, einer Wohnstube, einer Arbeitsstube, einer Schlafkammer und einer Speisekammer der Nutzung durch den Hofgärtner Hentze vorbehalten. Die daran anschließenden Zimmer waren als Küche, Stube und Kabinett frei verfügbar. Im Mittelbau konnte eine Melonenkammer, eine Kammer für Milch und Butter, eine Gärtnergesellenstube, eine Stube für die Gärtnerfrau Arnold, eine Kammer für die Mägde des Fürsten sowie weitere Kammern und eine Küche für den Förster Kunze untergebracht werden. Im rechten Gebäudetrakt befand sich eine Schreinerei. Hier war auch ein Kirchenraum vorgesehen (StAM Best. 7b/1/Nr. 792).
Stand: September 2004 [MH]


Literatur:
unpubliziert


Letzte Aktualisierung: 08.09.2017


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