3.130.2.25 - Wilhelmsthal, Schloß, Ausführungsentwurf zu einem Wachthaus, Grundriß



3.130.2.25 - Wilhelmsthal, Schloß, Ausführungsentwurf zu einem Wachthaus, Grundriß


Inventar Nr.: Marb. Dep. 24
Bezeichnung: Wilhelmsthal, Schloß, Ausführungsentwurf zu einem Wachthaus, Grundriß
Künstler: Simon Louis Du Ry (1726 - 1799), Zeichner
Datierung: 1756
Geogr. Bezug: Wilhelmsthal
Technik: Graphit, Feder in Schwarz, rot und lachsfarben laviert
Träger: Papier
Wasserzeichen: Krone über Wappenschild mit Lilie (angeschnitten)
Maße: 24,6 x 24,6 cm (Blattmaß)
Maßstab: bezifferter Maßstab mit Maßeinheit "Fuß"
Beschriftungen:


Katalogtext:
Nach seinen mehrjährigen Studienreisen wurde Simon Louis Du Ry 1756 mit der Bauleitung von Schloß Wilhelmsthal betraut (Boelke 1958, S. 45). In dieser Funktion entwarf er später die dem Schloß vorgelagerten Wachthäuser zwischen Rondell und Hof, deren Errichtung dem Fünckschen Gartenplan (Marb. Dep. 9) zufolge bereits im ersten Planungsstadium vorgesehen war.
Die nicht besonders sorgfältig ausgeführte Zeichnung - Hilfslinien und andere Arbeitsspuren sind an verschiedenen Stellen erkennbar - zeigt den Wachthausgrundriß mit leicht vorgelagertem Portikus. Ausgelöschte Linien im Bereich der Eckpfeiler zeugen von einer zunächst konzipierten schmaleren Eingangssituation. Den Portikus flankieren zwei tiefe Nischen als Standort für das Wachpersonal. Vom Portikus aus führt der gerade Weg in den Wachraum, der zwischen zwei schmalen Raumkompartimenten angeordnet ist. Hier befinden sich auf der linken Seite ein Abort und ein davor angelegtes Zimmer mit einer Befeuerungsgelegenheit für den Wachraum. Auf der rechten Seite wurde eine Treppe plaziert, die in das unbelichtete Dachgeschoß hinaufführt. Eine dreistufige Treppe mit vorspringender Mittelrundung, die in dieser Form nicht zur Ausführung kam, ist dem Bau vorgelagert.
Der Entwurf von Du Ry ersetzte die Planung eines Gebäudeensembles, zu dem außer den Wachthäusern verschiedene Wirtschaftgebäude wie der Marstall gehörten. Zwei von Hallo aufgefundene, inzwischen jedoch verschollene Aufrisse dokumentieren diesen wohl von Johann Georg Fünck entwickelte Planungsstand (Hallo 1930/2, S. 71 u. Abb. 15; Bleibaum 1932, S. 63; Schmidt-Möbus 1995, S. 128f.).
Stand: September 2004 [MH]


Literatur:
Schmidt-Möbus 1995, S. 129, Kat.Nr. 26, Abb. 51


Letzte Aktualisierung: 08.09.2017


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