3.121.1.1 - Bestandsaufnahme der Allee durch den "Belcher Forst"



3.121.1.1 - Bestandsaufnahme der Allee durch den "Belcher Forst"


Inventar Nr.: Marb. Dep. 254,25
Bezeichnung: Bestandsaufnahme der Allee durch den "Belcher Forst"
Künstler: Johann Nikolaus Leopold (+1746), Ingenieur
Datierung: 1723
Geogr. Bezug: Kaufunger Wald
Technik: Graphit, Feder in Schwarz, grün und ocker laviert
Träger: Papier
Wasserzeichen: Lilienwappen mit Krone, darunter "WR" in Ligatur
Maße: 97,5 x 33,3 cm (Blattmaß)
Maßstab: bezifferter Maßstab mit Maßeinheit "Cassel ruth a 14 fus"
Beschriftungen: oben mittig: "ABRISS / VON DER VON IHRO HOCHFÜRSTL. DURCHL. AUF / DEM BELCHER FORST IN LINEA RECTA VOM HOCHFÜRSTL. SCHLOSS / Cassel bis auf die Herbst Lust neu angelegten Allee welche auf Ihro Hoch- / fürstl. Durchl. Gndgsten befehl tressiret und von 30 zu 30 ruthen pilotiret / Anno 1723 Monats Martj durch= / J:N: Leopold. / Ingenieur-Capitain." (Feder in Schwarz)
oben rechts: "15" (Feder in Schwarz)
in der Darstellung: diverse Erläuterungen (Feder in Schwarz)


Katalogtext:
Dieser Plan, Blatt 15 des ehemaligen Klebebandes "Plans von Fürstlichen Gärten in Hessen" (zum Klebeband vgl. den Einleitungstext "Orte in Hessen, Hanau, Gartenanlagen") ist betitelt "ABRISS / VON DER VON IHRO HOCHFÜRSTL. DURCHL. AUF / DEM BELCHER FORST IN LINEA RECTA VOM HOCHFÜRSTL. SCHLOSS / Cassel bis auf die Herbst Lust neu angelegten Allee welche auf Ihro Hoch- / fürstl. Durchl. Gndgsten befehl tressiret und von 30 zu 30 ruthen pilotiret / Anno 1723 Monats Martj durch- / J:N: Leopold. / Ingenieur-Capitain". Der große Plan des Gebiets im Kaufunger Wald zeigt im Zentrum eine durchgehende Allee auf der "Mittel Linie welche auf den Schloss gehet", ausgehend vom "Heckenwinkel" unten. Sie wird gekreuzt vom "breiten weg gehet nach Quentel". Im Waldgebiet sind oben links der "Große Belcher Kopf" (heute Belger Kopf) und der "kleine Belcher Kopf", sowie rechts der Rodenberg (heute Rotenberg) eingezeichnet. Die auf der linken Seite des Plans eingezeichneten Gebäude der "Herbstlust" und einer "Wildscheuer" dienten als Aufenthaltsort für die fürstliche Jagdgesellschaft.
Ähnlich ist die im Februar 1723 im Auftrag Landgraf Karls entstandene Karte der "Allee von Holzhausen bis zum Schloß Sababurg" desselben Zeichners (StAM P II 9179/1; Glaßl 1989, Abb. 3), mit einer Wegführung, die allerdings nicht verwirklicht wurde. Im Gegensatz dazu wurde die Allee durch den Belcher Forst tatsächlich angelegt, wie der im Klebeband darauffolgende Plan (Marb. Dep. 254, 25) von 1789 belegt, der auch erläutert, daß Landgraf Karl mit dieser Allee eine direkte Verbindung zum Schloß Reichenbach herstellen wollte.
Stand: September 2004 [UH]


Literatur:
unpubliziert


Letzte Aktualisierung: 08.09.2017


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