1.19.2.1 - Kassel, Bauaufnahme des Opernhauses, Querschnitt



1.19.2.1 - Kassel, Bauaufnahme des Opernhauses, Querschnitt


Inventar Nr.: Marb. Dep. 76
Bezeichnung: Kassel, Bauaufnahme des Opernhauses, Querschnitt
Künstler: Johann Henrich Wolff (1753 - 1801), Zeichner
Datierung: 1768
Geogr. Bezug: Kassel
Technik: Graphit, Feder in Schwarz und Grau, rot und gelb laviert
Träger: Papier
Wasserzeichen: -
Maße: 50,6 x 35,1 cm (Blattmaß)
Maßstab: bezifferter Maßstab mit Maßeinheit "Fuß"
Beschriftungen: oben mittig: "Profil / Des Hochfürstl. Heß. Opern Haußes" (Feder in Schwarz)
oben links: "A. / 3." (Feder in Schwarz)
oben rechts: "I. Wz. 14" (Graphit)
unten rechts: "fecit J HR Wolff Cassel d 12 Decembr 1768" (Feder in Grau)


Katalogtext:
1769 konnten die von Simon Louis Du Ry geleiteten umfangreichen Um- und Neubauarbeiten abgeschlossen werden, durch die das ehemalige Stadtpalais des Prinzen Maximilian in der Königsstraße zum fürstlichen Opernhaus umgewandelt wurde (Holtmeyer 1923, S. 528-530; Boehlke 1958, S. 118-121; Katalog Kassel 1979, S. 204f.). Johann Henrich Wolff fertigte 1769 und 1770 von dem neuen Gebäude eine mehrere Blätter umfassende Serie von Bauaufnahmen an, die, abgesehen von einem Aufriß der Platzseite (StAM P II 13813; Abb. Katalog Kassel 1979, Nr. 250), sich vor allem mit den technischen Holzkonstruktionen im Innern des Hauses befassen. Dazu ist auch eine Schnittdarstellung durch das Bühnenhaus mit der aufwendigen und komplizierten Bühnenmaschinerie zu rechnen, die zusammen mit drei anderen Blättern der Serie im Stadtarchiv Kassel aufbewahrt wird (Stadtarchiv Kassel, Sammlung Pläne und Risse, Oberneustadt; vgl. Theater 1959, Taf. III).
Der in der Graphischen Sammlung vorhandene Schnitt ist ebenfalls durch das Bühnenhaus gelegt, zeigt aber nur die in die Außenmauern eingestellten Holzgerüste mit ihren Diagonalverstrebungen und den Verankerungen in den Wänden sowie die Dachkonstruktion. Es handelt sich bei letzterer um einen doppelten liegenden Stuhl, an dem die Decke mittels zweier Hängesäulen aufgehängt ist. Während hier sämtliche Einzelheiten der Verzimmerung bis hin zu den Positionen der Holznägel eingetragen sind, ist bei dem Aufriß im oberen Drittel des Blattes auf die Darstellung der gesamten Zimmertechnik verzichtet worden. Wie aus dem Vergleich mit den anderen Zeichnungen Wolffs vom Opernhaus im Stadtarchiv Kassel hervorgeht, handelt es sich um eine Variante der Deckenabhängung durch Eisenstäbe, die in dem ausgeführten Bau mit der erstgenannten abwechselte.
Stand: September 2004 [GF]


Literatur:
unpubliziert


Letzte Aktualisierung: 08.09.2017


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