1.5.2.1 - Kassel, Weißes Palais, Schlafzimmer, Entwurf zur Rückwand, Aufriß



1.5.2.1 - Kassel, Weißes Palais, Schlafzimmer, Entwurf zur Rückwand, Aufriß


Inventar Nr.: Marb. Dep. 95
Bezeichnung: Kassel, Weißes Palais, Schlafzimmer, Entwurf zur Rückwand, Aufriß
Künstler: Johann Conrad Bromeis (1788 - 1855), Architekt
Datierung: 1815
Geogr. Bezug: Kassel
Technik: Graphit, Feder in Schwarz
Träger: Papier
Wasserzeichen: -
Maße: 30,2 x 46,5 cm (Blattmaß)
Maßstab: -
Beschriftungen: oben mittig: "Aufriss fuer das Schlafzimmer." (Feder in Schwarz)
oben mittig: "No 27" (Graphit)
oben rechts: "N 37" (Graphit)
links mittig: "1) Lambrie helles Vogelbeerholz mit dunklen Leisten von Kirschholz. 2) Basis der Pilaster von dunklen Bir(n)baum, in der Farbe wie die Bekleidung der Fenster im Salon. 3) Pilaster, helles Glanzholz. 4) Die Capitäler hierzu von BildhauerArbeit und weiß gefirnißt. 5) Fries wie die Pilaster mit einer leichten Verzierung. 6) Gesimße von Gips mit gestochenen Verzierung, wie Figur x zeigt, mit einer mattweißen Farbe bemalt. 7) Das Plafond meergrün mit Arabesquen. 8) Tapete, grünes Seidenzeug." (Feder in Schwarz)
rechts mittig: "Gnädigst zu bestimmen: 1) Ob die Lambrie nach nebenstehender Zeichnung von hellen / Vogelbeerholz in verschiedenen Schattierungen mit / dunklen Kehlstößen oder Leisten ausgeführt werden / soll? / 2) Da die Pilaster der Regel nach ebenfals von hellen / Glanzholz wie die Lambries seyn müssen, so ist die unterthänige / Frage, ob Ihre Hoheit versilberte oder nur weiß laquirte / geschnitzte Capitäler an den Pilastern wünschen? (am Rand beantwortet: "Weiß") / 3) Der Fries muß ebenfals von hellen Glanzholz seyn, / doch kann er die Farbe der Füllung in der Lambrie haben. / 4) Ob das Fries mit einem leichten Laubwerk, Sternchen / von BildhauerArbeit und weiß laquirt oder blos mit / Öhlfarben gemalt, oder versilbert seyn soll? [beantwortet: "Sterne"] / 5) Das Gesimß könnte von verschiedenen pollirten / Holzarten von verschiedenen Tönen gemacht werden, / so daß von a bis b einfaches Kirschholz, c helles / Vogelbeer- und d wieder etwas dunkleres Holz ist./ Da die Tapete nach der gnädigen Bestimmung von dunkelgrü= / nen seidenen Zeuge seyn soll, so müßte das Plafond entweder / in einem mattgelben oder mattgrünen Grundton mit / einfachen Arabesquen bemalt seyen. / unterthänigster Bromeis." (Feder in Schwarz)
unten rechts: "fiat nach dem Antrag / Wilhelm KP" (Feder in Braun)
in der Darstellung: Maßangaben und Buchstaben (Graphit, Feder in Schwarz)


Katalogtext:
Der Entwurf zeigt die nördliche Querwand mit einem gefelderten Lambris und der von zwei korinthischen Pilastern gerahmten Bettstelle. Der Text enthält die detaillierten Vorschläge von Bromeis zur Dekoration des Raumes, den Genehmigungsvermerk des Kurprinzen und Anweisungen von Bromeis an die Künstler und Kunsthandwerker.
Der Entwurf gelangte 1815 in dieser Form zur Ausführung. Doch bestand das Schlafzimmer nur kurze Zeit in dieser Form, da es Kurprinz Wilhelm 1818 in die benachbarte Garderobe verlegen ließ und dafür das bisherige Schlafzimmer als Ankleideraum nutzte.
Stand: September 2004 [RB]


Literatur:
Holtmeyer 1912, S. 38; Holtmeyer 1923, S. 397f.; Bidlingmaier 2000, S. 131f. und 320, Nr. 146


Letzte Aktualisierung: 08.09.2017


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