1.3.3.11 - Kassel, Chattenburg, Werkzeichnung zum Keller und zur zweiten Etage, Grundriß



1.3.3.11 - Kassel, Chattenburg, Werkzeichnung zum Keller und zur zweiten Etage, Grundriß


Inventar Nr.: Marb. Dep. II, 142
Bezeichnung: Kassel, Chattenburg, Werkzeichnung zum Keller und zur zweiten Etage, Grundriß
Künstler: Heinrich Christoph Jussow (1754 - 1825), Architekt, Entwurf
unbekannt, Zeichner, Ausführung
Datierung: 1819/20
Geogr. Bezug: Kassel
Technik: Graphit, Feder in Schwarz, rot und blau laviert
Träger: Papier
Wasserzeichen: "J HONIG / & / ZOONEN", Bienenstock auf Sockel mit Schriftzug "HONIG", darunter "J H & Z"
Maße: 63,5 x 100,2 cm (Blattmaß)
Maßstab: bezifferter Maßstab mit Maßeineit "Fuß"
Beschriftungen: in der linken Darstellung: "Kattenburg / 2te Etage" (Feder in Schwarz)
in der rechten Darstellung: "Kattenburg / Kellergeschoß" (Feder in Schwarz)


Katalogtext:
Das Blatt, das zu einer bisher unbekannten Serie von großformatigen Werkzeichnungen zur Chattenburg (Marb. Dep. II, 139 - Marb. Dep. II, 142) gehört, zeigt nebeneinander die Grundrisse von "2te[r] Etage" und "Kellergeschoß".
Zum obersten Geschoß der neuen Residenz waren bislang keine Pläne bekannt (vgl. Katalog Kassel 1999/1, S. 230). Engelhard erklärte bezüglich seiner Nutzung: "Das dritte Stockwerk war zur Wohnung für verwandte appanagierte Prinzen und Prinzessinnen des kurfürstlichen Hauses bestimmt; es hatte Raum für acht Wohnungen zu diesem Zwecke, eine jede aus einer Reihenfolge aller nöthigen Zimmer bestehend" (Engelhard 1845/1, S. 60). Die Raumverteilung entspricht weitgehend dem Grundriß der darunterliegenden Beletage (Marb. Dep. II, 141), wobei auffällt, daß auch die Abmessungen der großen repräsentativen Räume Erster Salon, Zweiter Salon, Thronsaal und Galerie beibehalten werden. Auch die Position der Schlafzimmer mit ihren Nebenräumen stimmt überein. Die fehlende Legende läßt offen, wo die von Engelhard erwähnten weiteren vier Wohnungen liegen sollten.
Der Kellerplan zeigt die massiven Fundamente des Baues, die nur im hinteren Querflügel zu Aufbewahrungszwecken hergerichtet waren. Die Zugänge von außen lagen in den Eckpavillons, ebenso eine kleine Treppe, die zu den Wirtschaftsräumen im Erdgeschoß führte. Die Verteilung der Kellerräume, des kleinen "gemüse Keller[s]" und des langgestreckten, pfeilergestützten "Keller[s]", stimmt mit der ausführlichen Darstellung in Marb. Dep. 52 überein. Die Fundamentmauern im vorderen Bereich der Residenz entsprechen in ihrem Verlauf den Mauern der Räume im zugehörigen Erdgeschoßgrundriß (Marb. Dep. II, 141).
Ebenso wie bei den anderen Blättern der Serie kann man auch hier davon ausgehen, daß es sich um eine Werkzeichnung aus Jussows Baubüro handelt.
Stand: Mai 2005 [UH]


Literatur:
unpubliziert


Letzte Aktualisierung: 08.09.2017


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