1.76.1.1 - Kassel, Kapelle der katholisch-apostolischen Gemeinde, Entwurf, Grundriß und Lageplan



1.76.1.1 - Kassel, Kapelle der katholisch-apostolischen Gemeinde, Entwurf, Grundriß und Lageplan


Inventar Nr.: Marb. Dep. II, 176
Bezeichnung: Kassel, Kapelle der katholisch-apostolischen Gemeinde, Entwurf, Grundriß und Lageplan
Künstler: Louis Angermann (1861 - 1892), Zeichner
Datierung: 1891
Geogr. Bezug: Kassel
Technik: Graphit, Feder in Schwarz und Rot, rot laviert
Träger: Papier
Wasserzeichen: -
Maße: 50,2 x 43,2 cm (Blattmaß)
46,2 x 36,6 cm (Blattmaß)
Maßstab: "1:100", "1:1000"
Beschriftungen: oben mittig: "Entwurf / zu einer Kapelle für die Apostolische Gemeinde in Cassel: 1891." (Feder in Schwarz)
oben rechts: "Blatt 1." (Feder in Schwarz)
in der Darstellung: diverse Bezeichnungen (Feder in Schwarz)


Katalogtext:
Louis Angermann erarbeitete für das Bauprojekt einer Kapelle der katholisch-apostolischen Gemeinde einen dreiteiligen Entwurf, dessen hier vorliegendes erstes Blatt einen Kirchengrundriß und einen Teilgrundriß sowie einen Lageplan des Gebäudes zeigt.
Die obere Blatthälfte nimmt der Grundriß ein, den Angermann exakt in dem Grundstücksumriß verortete. Auf dem Eckgrundstück zwischen der ehemaligen Schlachthofstraße (ein Straßenabschnitt der heutigen Henschelstraße) und einer Ende des 19. Jahrhunderts noch in Planung stehenden Straße (der heutigen Moritzstraße) entwarf Angermann eine dreischiffige Basilika mit Emporengeschoß. Im Osten wird der Bau in traditioneller Form um den Chor, hier mit 5/8-Schluß, erweitert und als Standort für das Heiligtum ausgewiesen. An der Südseite sind drei unterschiedlich große Sakristeiräume angefügt, die, wie der Teilgrundriß verdeutlicht, unterkellert werden sollten, um getrennte Toilettenräume unterzubringen. Der 24 m lange und 12 m breite Kirchensaal wird durch Vierkantstützen gegliedert, die das Emporengeschoß tragen. In traditioneller Form ist im Westen eine Orgelempore untergebracht. Im Nordosten am Übergang zum polygonalen Anbau befindet sich mit der Kanzel der Ort der Wortverkündigung. Der Eingang liegt an der Nordwestecke, an der geplanten Straße.
Ausrichtung und Grundform des von Angermann geplanten Bau sind an dem heutigen Kirchenneubau noch ablesbar. Vermutlich ist dieser auf den Grundmauern des Vorgängerbaus errichtet worden.
Stand: August 2007 [MH]


Literatur:
unpubliziert


Letzte Aktualisierung: 08.09.2017


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