1.64.1.1 - Kassel, Entwurf für den ehem. Wehlheider Hof (Wilhelmshöher Allee 116), Ansicht und Grundriß



1.64.1.1 - Kassel, Entwurf für den ehem. Wehlheider Hof (Wilhelmshöher Allee 116), Ansicht und Grundriß


Inventar Nr.: Marb. Dep. II, 179
Bezeichnung: Kassel, Entwurf für den ehem. Wehlheider Hof (Wilhelmshöher Allee 116), Ansicht und Grundriß
Künstler: Louis Angermann (1861 - 1892), Architekt
Datierung: 29.01.1890
Geogr. Bezug: Kassel
Technik: Graphit, Feder in Schwarz
Träger: Karton
Wasserzeichen: -
Maße: 36,7 x 44,7 cm (Blattmaß)
Maßstab: bezifferter Maßstab mit Maßeinheit "METER", "1:200"
Beschriftungen: oben links: "SKIZZE zu einem WOHNHAUS mit LADEN u RESTAURANT" (Feder in Schwarz)
mittig in der Darstellung: "Cassel, im Januar 1891 / L. Angermann. / Baumeister" (Feder in Schwarz)
unten links: "L. ANGERMANN / Baumeister / W. Narten's Nachfolger / CASSEL." (Stempel)
unten links: "Blatt. No. 1. den 29. Jan. 1890." (Feder in Schwarz)
in der Darstellung: "LAngermann" (Feder in Schwarz)
in der Darstellung: Erläuterungen (Feder in Schwarz)


Katalogtext:
Der im Januar 1890 von Louis Angermann angefertigte Entwurf zeigt eines der wichtigsten Wohn- und Geschäftshäuser Neu-Wehlheidens (Denkmaltopographie 2005/3, S. 414), das auf dem spitzwinkligen Grundstück zwischen Germaniastraße und Wilhelmshöher Allee errichtet wurde. Vermutlich gab der Kaufmann Wilhelm Nellstein den Neorenaissance-Bau mit seiner vielgliederigen Dachlandschaft in Auftrag (Denkmaltopographie 2005/3, S. 414), der in Mischnutzung sowohl für Wohnungen wie für einen Hotel- Restaurant-Betrieb konzipiert war. Charakteristika des Gebäudes sind neben seinen reichen Ziergliedern aus Sandstein (Konsolen, Eckeinfassungen, Pilaster- und Halbsäulen) die Dachhäuschen und Fensterverdachungen in unterschiedlicher Ausprägung. Von der Nordostseite erfolgte der Zugang zur Gastronomie im Erdgeschoß, die zur Wilhelmshöher Alle hin durch eine Schankterrasse erweitert wird.
Abweichend von dem hier vorliegenden Entwurf wurde der Bau nicht dreigeschossig, sondern nur zweigeschossig errichtet, statt des steilen Satteldachs kam ein Mansarddach zur Ausführung. Zudem ist die Dachlandschaft reduzierter, ohne Giebelbekrönungen, gestaltet worden. Einfache Recheckfenster mit Segment- bzw. Dreiecksgiebel sind an die Stelle der geplanten großen dreiteiligen Segmentbogenfenster getreten.
Doris Böker erwähnt in ihrer Dissertation über Gustav Schönermark (Böker 1986, S. 318f., Anm. 120) weitere drei Zeichnungen von dem Gebäude, die 1891 im Zuge der Bauausführung entstanden sind.
Stand: August 2007 [MH]


Literatur:
Böker 1986, S. 318f., Anm. 120; Denkmaltopographie 2005/3, S. 414


Letzte Aktualisierung: 13.11.2018


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