1.66.3.2 - Kassel, Brüderkirche, Entwurf zur Neueinrichtung, Grundriß



1.66.3.2 - Kassel, Brüderkirche, Entwurf zur Neueinrichtung, Grundriß


Inventar Nr.: Marb. Dep. II, 181
Bezeichnung: Kassel, Brüderkirche, Entwurf zur Neueinrichtung, Grundriß
Künstler: Werner Narten (1832 - 1889), Zeichner
Datierung: 11.03.1884
Geogr. Bezug: Kassel
Technik: Graphit, Feder in Schwarz und Rot, grau und schwarz laviert
Träger: Papier
Wasserzeichen: -
Maße: 43 x 57,8 cm (Blattmaß)
Maßstab: -
Beschriftungen: oben links: "Brüderkirche zu Cassel" (Feder in Schwarz)
oben rechts: "Unterer Grundriss." (Feder in Schwarz)
oben rechts: "2." (Feder in Schwarz)
unten rechts: "Kassel den 11ten März 1884. / W. Narten." (Feder in Schwarz)


Katalogtext:
Der Entwurf zur Neueinrichtung der Brüderkirche zeigt im Vergleich mit dem Bestandsgrundriß eine Reihe von Veränderungen, wobei die für die Liturgie bedeutsamste sicher in der Verlegung des Altars von dem Platz im Chor in die Nähe seines ursprünglichen Standorts inmitten des Hauptschiffs zu sehen ist. In dem Plan von Narten befindet sich das liturgische Zentrum allerdings noch etwas weiter im Westen und nicht wie vor der Neueinrichtung der 1850er Jahre gegenüber der Kanzel. Narten gestaltete eine weit ausladende, um eine Stufe erhöhte Altarinsel und führte an der rückwärtigen Mauer eine Baldachinarchitektur aus, die dem davor liegenden Altar einen ihm gemäßen Hintergrund schuf. Im Chor selbst ist die Empore weiter nach Westen vorgezogen, so daß sie bis ins zweite östliche Chorjoch reicht. Im Bereich der Nordmauer fallen die veränderten Eingänge auf, denen Narten weit ins Innere reichende Windfänge vorsetzte. Dementsprechend sind die Treppenaufgänge zur Empore an der Nordseite vergrößert und an der Westseite statt eines geradlinigen durch einen rundbogigen Treppenlauf ersetzt worden. Die einzelnen Bankblöcke erscheinen aufgelockerter und um einige Reihen reduziert. Ein besonderes Detail in diesem Plan sind die eingezeichneten Gitter der Bodenheizung, die im Westen rot und an der westlichen Seitenschiffmauer sowie im Chor gelb markiert sind. Leider konnte im Landeskirchlichen Archiv keine Archivalie aufgefunden werden, die mit dem Narten-Konvolut in Verbindung gebracht werden kann. Allerdings bezeugt ein Vermerk aus dem Jahr 1888, daß die entsprechende Umgestaltung, insbesondere die Verlegung des Altars, die durch historische Photos dokumentiert ist, zu dieser Zeit noch nicht durchgeführt worden war (Kassel, Landeskirchliches Archiv, E 2 Kassel 1041, 8.11.1888).
Stand: August 2007 [MH]


Literatur:
unpubliziert


Letzte Aktualisierung: 08.09.2017


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