3.112.4.1 - Spangenberg, Ansicht des Hauses Nr. 110, Studienblatt, persepektivische Darstellung



3.112.4.1 - Spangenberg, Ansicht des Hauses Nr. 110, Studienblatt, persepektivische Darstellung


Inventar Nr.: Marb. Dep. II, 387
Bezeichnung: Spangenberg, Ansicht des Hauses Nr. 110, Studienblatt, persepektivische Darstellung
Künstler: Friedrich Ernst Hoffmann (1824 - 1912), Zeichner
Datierung: 1866
Geogr. Bezug: Spangenberg
Technik: Graphit, Feder in Schwarz, grau, braun, rot, blau und grün laviert
Träger: Papier
Wasserzeichen: nicht ermittelbar
Maße: 29,4 x 22,8 cm (Blattmaß)
Maßstab: -
Beschriftungen: unten mittig: "Wohnhaus No. 110 in Spangenberg" (Feder in Schwarz)
oben rechts: "25." (Graphit)
unten links: "Die beiden Freisäulen sind von Sandstein" (Graphit)
unten rechts: "19. October 1866." (Feder in Schwarz)
unten rechts: "Ist abgebrochen etwa 1880" (Graphit)


Katalogtext:
Die 1866 von Landbaumeister Friedrich Hoffmann angefertigte Zeichnung zeigt ein spätgotisches Fachwerkhaus in Spangenberg, das durch die selten anzutreffende Form eines auf zwei steinernen Säulen ruhenden Vorbaus auffällt. Das Haus weist die charakteristischen Stockwerkvorkragungen mit gebogenen Knaggen sowie geschoßweise wechselnde Formen von Bruststreben auf, die eine Datierung in die zweite Hälfte des 15. Jahrhunderts ermöglichen.
Das ungewöhnliche Gebäude wird als einziges Wohnhaus im Baudenkmälerinventar von 1870 erwähnt (Haus Nr. 110; Dehn-Rotfelser/Lotz 1870 (2000), S. 265), wobei eigens auf eine weitere Besonderheit in Gestalt der "sehr weit" vortretenden Traufen des Vorbaus hingewiesen wird. Die von Dehn-Rotfelser verfaßte Beschreibung basiert auf der Skizze Hoffmanns. Wie auf der Zeichnung vermerkt, wurde das Bauwerk um 1880 abgebrochen und durch einen Neubau ersetzt (Rathausstraße 3).
In der nicht sehr sorgfältig ausgeführten und fleckig lavierten Zeichnung sind die topographischen Gegebenheiten nicht ausreichend berücksichtigt. So wird das Geländegefälle nach links nicht wiedergegeben, und der seitlich dargestellte Busch anstelle der hier tatsächlich einmündenden Gasse erweckt den Eindruck eines seitlich anschließenden Gartens. Die linke Begrenzung der Darstellung deutet das Nachbarhaus an, das allerdings anstatt der hier gezeigten vier Geschosse nur drei hat. Insgesamt, auch im Vergleich mit Marb. Dep. II, 388, entsteht der Eindruck einer gewissen Unzuverlässigkeit in manchen Details, was vielleicht dem Wunsch einer Idealisierung der Wirklichkeit entspringt. Das ändert jedoch nichts an dem besonderen dokumentarischen Wert des Blattes.
Stand: August 2007 [GF]


Literatur:
Dehn-Rotfelser/Lotz 1870 (2000), S. 265


Letzte Aktualisierung: 08.09.2017


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