3.120.1.13 - Volkmarsen, ev. Kirche, Bauaufnahme der Turmfassade, Details, Aufriß und Schnitt



3.120.1.13 - Volkmarsen, ev. Kirche, Bauaufnahme der Turmfassade, Details, Aufriß und Schnitt


Inventar Nr.: Marb. Dep. II, 396
Bezeichnung: Volkmarsen, ev. Kirche, Bauaufnahme der Turmfassade, Details, Aufriß und Schnitt
Künstler: Julius Eugen Ruhl (1796 - 1871), Architekt, Entwurf
Heinrich von Dehn-Rotfelser (1825 - 1885), Zeichner, Ausführung
Datierung: 1847
Geogr. Bezug: Volkmarsen
Technik: Graphit, Feder in Schwarz, braun laviert
Träger: Papier
Wasserzeichen: -
Maße: 36,4 x 47,5 cm (Blattmaß)
27,5 x 37,4 cm (Darstellungsmaß)
Maßstab: bezifferter Maßstab mit Maßeinheit "Casseler Fusse."
Beschriftungen: in der Darstellung: "Hauptportal. / Fenster über dem Hauptportal. / Oberster Theil des Thurmes" (Feder in Schwarz)
unten rechts: "gez. H. v. Dehn." (Feder in Schwarz)


Katalogtext:
Die vorliegende Zeichnung ergänzt den Aufriß der Hauptfassade Marb. Dep. II, 394 um einige Detaildarstellungen. So finden sich linksseitig Aufriß und Schnitt von dem im Bereich des Mittelrisalits angelegten Hauptportal. Nach dem Entwurf von Julius Eugen Ruhl entstand der von einer Blendarchitektur betonte Eingangsbereich, der eine doppelflügelige, von Säulen gerahmte Tür aufweist. Der dahinterliegende, durch das Substruktionsmauerwerks des Turmes begrenzte Raum wird durch ein Oberlicht beleuchtet, das über dem Türsturz im eigentlichen Tympanonfeld sitzt. Darüber spannt sich der mehrteilige, den Säulen auflagernde Bogen.
In der rechten oberen Bildhälfte werden die Fenster des Obergeschosses dargestellt. Mit dem Kreisfenster, das eine Binnengliederung aus rotierenden Fischblasen aufweist, setzte Ruhl entsprechend der historistischen Stilauffassung einen gotisierenden Akzent, der sich von den neoromanischen Gestaltungselementen bewußt absetzt. Für die Fenster des Untergeschosses konnte, da sie den Maßen der Fenster der Seitenfassaden entsprechen, das standardisierte Gußeisenmodell verwendet werden.
In der unteren rechten Bildhälfte ist eine kombinierte Darstellung aus Aufriß und Schnitt des Turmobergeschosses zu finden. Die Arbeiten zu diesem Bauteil begannen im September 1847. Ursprünglich war geplant, das obere Geschoß in Holzfachwerk mit einer Bohlenwerkverschalung zu errichten. Aufgrund der niedrigen Steinpreise konnte das Geschoß aber ebenfalls in massiver Bauweise errichtet werden. Ende November wurden das Turmdach und der Glockenstuhl aufgeschlagen (Manuskript Marb. Dep. II, 402).
Stand: Mai 2005 [MH]


Literatur:
unpubliziert


Letzte Aktualisierung: 20.09.2018


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