3.7.2.1 - Beberbeck, Gestüt, Fürstenhaus, Entwurf zum Souterrain und zum ersten und zweiten Obergeschoß, Aufriß



3.7.2.1 - Beberbeck, Gestüt, Fürstenhaus, Entwurf zum Souterrain und zum ersten und zweiten Obergeschoß, Aufriß


Inventar Nr.: Marb. Dep. II, 48
Bezeichnung: Beberbeck, Gestüt, Fürstenhaus, Entwurf zum Souterrain und zum ersten und zweiten Obergeschoß, Aufriß
Künstler: Johann Conrad Bromeis (1788 - 1855), Architekt
Datierung: 1826
Geogr. Bezug: Hofgeismar-Beberbeck
Technik: Graphit, Feder in Schwarz, koloriert
Träger: Papier
Wasserzeichen: -
Maße: 73 x 52 cm (Blattmaß)
Maßstab: bezifferter Maßstab ohne Maßeinheit
Beschriftungen: oben mittig: "A. / Wilhelms-Gestüt. / Project zu dem Herrn-Haus." (Feder in Schwarz)
in der Darstellung: "Bromeis / 1826." (Feder in Schwarz)
in der Darstellung: Geschoß- und Raumbezeichnungen (Feder in Schwarz)


Katalogtext:
Das mit einem "A" am oberen Rand markierte Blatt hat Renner bereits dem Gesamtlageplan von 1826 zugeordnet (Renner 2003, S. 40), der die einzelnen Gebäude mit einer entsprechenden Buchstabenkennung ausweist.
Die Zeichnung zeigt untereinander angeordnet den Aufriß sowie die Grundrisse von Souterrain, erstem und zweitem Obergeschoß. Die einzelnen Räume sind ihrer beabsichtigen Nutzung entsprechend beschriftet. So sollten im Souterrain der Seitenflügel Pferdeställe untergebracht werden, die im Westflügel quer, im Nordflügel längs zur Hofseite hin ausgerichtet sind. Die Räume im Nordflügel des ersten Obergeschosses (hier als "Rez de chaussée" bezeichnet) waren für die Jäger- und Hoflakaien vorgesehen. Daß der Bau mit der Jagd in Verbindung zu bringen ist und die Unterbringung von Jagdgesellschaften beabsichtigt war, verdeutlicht nicht zuletzt die Planung für den runden Gartensaal im ersten Geschoß, der "jaegermaesig" dekoriert werden sollte. Der hier eingezeichnete Säulenring wurde schließlich nicht realisiert. Die Beletage war den fürstlichen Räumlichkeiten vorbehalten, wobei sich dem in der Mittelachse gelegenen Vestibül und dem runden Salon seitlich mehrere Wohn- und Schlafräume sowie eine Garderobe und zwei Treppenhäuser zuordnen.
Der frühen Planungsphase entspricht die sechsachsige Fenstergliederung der Seitenflügel, die später durch eine siebenachsige ersetzt wurde. Mit der unterschiedlichen Gliederung der Fensteröffnungen der Seitenflügel sollten offensichtlich Alternativen vorgestellt werden (Renner 2003, S. 40f.). Es folgten zwei weitere Entwurfsserien im Dezember 1828 (Marb. Dep. II, 49, Marb. Dep. II, 50 u. Marb. Dep. II, 51) sowie im Februar/März 1829 (Marb. Dep. II, 52, Marb. Dep. II, 55, Marb. Dep. II, 56, Marb. Dep. II, 58, Marb. Dep. II, 59, Marb. Dep. II, 63).
Stand: September 2004 [MH]


Literatur:
Renner 2003, S. 40, 43f., 45, Abb. 41


Letzte Aktualisierung: 08.09.2017


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