3.7.2.16 - Beberbeck, Gestüt, Fürstenhaus, Entwurf, Querschnitt



3.7.2.16 - Beberbeck, Gestüt, Fürstenhaus, Entwurf, Querschnitt


Inventar Nr.: Marb. Dep. II, 65
Bezeichnung: Beberbeck, Gestüt, Fürstenhaus, Entwurf, Querschnitt
Künstler: Johann Conrad Bromeis (1788 - 1855), Architekt, Entwurf
unbekannt, Zeichner, Ausführung
Datierung: 1828
Geogr. Bezug: Hofgeismar-Beberbeck
Technik: Graphit, Feder in Schwarz
Träger: Papier
Wasserzeichen: "VAN DER LEY"
Maße: 45,7 x 55,5 cm (Blattmaß)
Maßstab: bezifferter Maßstab ohne Maßeinheit
Beschriftungen: oben rechts: "No. 18 / IVd C 184" (Graphit)
in der Darstellung: Maßangaben und Berechnungen (Graphit, Feder in Schwarz und Rot)
verso: "62" (Farbstift in Rot)


Katalogtext:
Für das Fürstenhaus liegen eine Reihe von Blättern (s. a. Marb. Dep. II, 53, Marb. Dep. II, 66 u. Marb. Dep. II, 67) vor, die als reine Federzeichnungen angelegt und mit Maßzahlen in roter/schwarzer Feder versehen wurden. Das vorliegende Blatt zeigt einen in gleicher Weise ausgearbeiteten Querschnitt des Fürstenhauses.
Das unterste Geschoß bilden der hofseitig (rechts) gelegene Gewölbekeller und der davor angeordnete Eiskeller, dessen - wie aus den Grundrissen nicht zu erschließen ist - aufrechtes Mauerwerk über den Zungenmauern arkadenförmig gestaltet ist. Der rechte Ausschnitt präsentiert den hofseitigen Wandaufriß mit den fast quadratischen Fensteröffnungen. Im ersten Obergeschoß verläuft der Schnitt im Bereich von Vestibül und Gartensaal. Die für die Räume vorgestellten Dekorationskonzepte sind in beiden Fällen nicht zum letzten Planungsstadium zu zählen. So wurde im Vestibül statt einem Gliederungssystem aus toskanischen Pilastern eine einfache Quaderstruktur der Wände mit profilierten Rahmungen der Wandöffnungen umgesetzt, die in dieser Form auch in einer Entwurfszeichnung veranschaulicht wird (GS 12633). Im Gartensaal findet sich eine Säulenstellung ionischer Ordnung, die auch in allen Grundrißdarstellungen zu finden ist - in der letzten Planzeichnung vom Juli 1830 wurde sie allerdings nachträglich durchgestrichen. Dies könnte auf eine späte Planänderung hindeuten.
Im zweiten Obergeschoß ist dem repräsentativen Saal ebenfalls ein Vestibül vorgelagert. Zum Garten hin liegt der überkuppelte Saal, dessen Wandgliederung aus rechteckiger Türöffnung und rundbogigen Nischen in Graphit nachgetragen wurde. Das ädikulaartige Rahmungsprinzip in den Aufrißdarstellungen des Kuppelsaals ist allerdings nicht verwendet worden (s. GS 12632). Hier findet sich statt dessen die für die Zeit nach 1800 typische Dreiteilung in Sockelzone, Wandfläche und Gesims.
In Graphit ausgeführte Skizzen konkretisieren an den Randbereichen des Blattes einige Details, wie den durch die Darstellung nicht sichtbaren Ansatz der Traufe des Walmdachs. Demnach war eine Alternativlösung angedacht, die einen durch ein Kranzgesims verdeckten Ansatz der Traufe vorsah.
Stand: September 2004 [MH]


Literatur:
Renner 2003, S. 43, 45, 63, Abb. 45


Letzte Aktualisierung: 08.09.2017


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