3.7.5.6 - Beberbeck, Gestüt, Entwurf zum südwestlichen Stallgebäude, Grundriß, Aufriß und Schnitt



3.7.5.6 - Beberbeck, Gestüt, Entwurf zum südwestlichen Stallgebäude, Grundriß, Aufriß und Schnitt


Inventar Nr.: Marb. Dep. II, 76
Bezeichnung: Beberbeck, Gestüt, Entwurf zum südwestlichen Stallgebäude, Grundriß, Aufriß und Schnitt
Künstler: Johann Conrad Bromeis (1788 - 1855), Architekt/-in, Entwurf
Johann Carl Ruhl (1807 - 1885), Zeichner/-in, Ausführung
Datierung: 1827
Geogr. Bezug: Hofgeismar-Beberbeck
Technik: Graphit, Feder in Schwarz und Rot, koloriert
Träger: Papier auf Leinwand
Wasserzeichen: "J WHATMAN 1823"
Maße: 61,7 x 96,2 cm (Blattmaß)
Maßstab: bezifferter Maßstab mit Maßeinheit Fuß
Beschriftungen: oben mittig: "Plan und Aufriss des rechten [gestrichen, darüber in Graphit: "südwestlichen"] Stallflügels / auf dem neu zu erbauenden Gestüthof. / fuer 176 Pferde." (mit Feder in Schwarz, mit Graphit);
oben rechts: "No 7." (mit Feder in Schwarz);
oben mittig: "E." (mit Feder in Schwarz);
unten links: "Entworfen vom Oberhofbaumeister Bromeis" (mit Feder in Schwarz);
unten rechts: "gezeichnet vom Baueleve C Ruhl" (mit Feder in Schwarz);
unten rechts: "1827" (mit Feder in Schwarz);


Katalogtext:
Der Baueleve und spätere Baukondukteur Johann Carl Ruhl fertigte die vorliegende Werkzeichnung im Jahr 1827 mit genauen Maßangaben und Nutzungsbestimmungen der verschiedenen Raumteile des südwestlichen Stallgebäudes an. Die Benennung des Objekts als rechter Stallflügel wurde nachträglich in "südwestlicher Stallflügel" korrigiert.
Das gesamte Erdgeschoß des langgestreckten mittleren Gebäudeteils und der die Gebäudeecke betonenden Pavillons war für die Hengste und zum Verkauf von Pferden vorgesehen (Traut 1971, S. 70; Renner 2003, S. 35). Nachträglich zum Auf- und Grundriß sind zwei Schnittdarstellungen durch den Mitteltrakt und durch einen der Pavillons auf zwei Extrablätter aus Transparentpapier aufgeklebt worden. Demnach war das Stallgebäude, dessen Mittelgang bis zum Dachboden hinauf reichte, seitlich von Futterböden unterteilt. Zur Rationalisierung der Arbeitsabläufe sind über den einzelnen Boxen Futterspender angebracht; der Mittelgang mit einem gering abschüssigen Bodenniveau erleichterte das Ausmisten (Renner 2003, S. 35). Der Titelbeschriftung zufolge konnten in dem Gebäude 176 Pferde untergebracht werden.
Stand: September 2004 [MH]

Literatur:
  • Silke Renner: Beberbeck. Die Erweiterung des Gestütes durch den kurhessischen Oberhofbaumeister Johann Conrad Bromeis. Unveröffentl. Magisterarbeit. Kassel 2003, S. 35, Kat.Nr. 25a-c.


Letzte Aktualisierung: 13.02.2026



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