3.7.5.5 - Beberbeck, Gestüt, Entwurf zum Stallgebäude, Quer- und Längsschnitt



3.7.5.5 - Beberbeck, Gestüt, Entwurf zum Stallgebäude, Quer- und Längsschnitt


Inventar Nr.: Marb. Dep. II, 80
Bezeichnung: Beberbeck, Gestüt, Entwurf zum Stallgebäude, Quer- und Längsschnitt
Künstler: Johann Conrad Bromeis (1788 - 1855), Architekt, Entwurf
Johann Carl Ruhl (1807 - 1885), Zeichner, Ausführung
Datierung: 1825-1827
Geogr. Bezug: Hofgeismar-Beberbeck
Technik: Graphit, Feder in Braun, koloriert
Träger: Papier
Wasserzeichen: "J WHATMAN 1825"
Maße: 46 x 57 cm (Blattmaß)
Maßstab: unbezifferter Maßstab ohne Maßeinheit
Beschriftungen: oben mittig: "IV d C 184." (Graphit)
unten rechts: "gezeichnet vom Baueleve C Ruhl" (Feder in Schwarz)


Katalogtext:
Der Baueleve und spätere Baukondukteur Johann Carl Ruhl fertigte wahrscheinlich nach den Vorgaben von Bromeis den Quer- und Längsschnitt eines Stallgebäudes der Gestütsanlage von Beberbeck an. Wie im Fall von Marb. Dep. II, 78 liegt ein Alternativentwurf vor, der zwar das später ausgeführte Grundmodell widerspiegelt, hinsichtlich Fassadenstruktur und Innenaufbau aber sehr wohl Abweichungen zeigt. Zwar findet sich bei dem leicht vorspringende Mittelbau, auf dessen Höhe der Schnitt durch den Gebäudekomplex erfolgt, die bekannte Fassadengliederung aus zentralem Rundbogeneingang mit jeweils vier Fensterachsen in Doppelreihenanordnung, die Maueröffnungen in den sich seitlich anschließenden Gebäudeteilen sind in dem vorliegenden Entwurf jedoch anders angeordnet. Vor den rundbogigen Durchgang sind drei doppelreihige Fensterachsen gesetzt. Bei dem ausgeführten Bau folgen auf eine Durchgangsachse fünf doppelreihige Fensterachsen, so daß sich seitlich der vier Fensterachsen des mittleren Bauteils zunächst eine Fensterachse anschließt. Der Längsschnitt verzeichnet zwei Treppenanlagen, die von den seitlichen Gebäudeteilen aus in das obere Geschoß führen. Von wo aus der Emporenbereich erreicht werden sollte, geht aus dem Schnitt nicht eindeutig hervor. Unklar ist auch die Funktion der geschlossenen, bogenförmig angelegten Bretterwand.
Die Zeichnung kann vor dem Hintergrund des Bauablaufs und der Tätigkeit Ruhls als Baueleve (vor seiner Benennung zum Baukondukteur im Mai 1828) in die Jahre 1825-27 datiert werden, was auch durch das Wasserzeichen "J WHATMAN 1825" des Blattes gestützt wird.
Stand: September 2004 [MH]


Literatur:
unpubliziert


Letzte Aktualisierung: 08.09.2017


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