1.9.3.7 - Kassel, Hofverwaltungsgebäude, Entwurf zur Vorderfront, Aufriß



1.9.3.7 - Kassel, Hofverwaltungsgebäude, Entwurf zur Vorderfront, Aufriß


Inventar Nr.: GS 15479
Bezeichnung: Kassel, Hofverwaltungsgebäude, Entwurf zur Vorderfront, Aufriß
Künstler: Johann Conrad Bromeis (1788 - 1855), Architekt, Entwurf
Israel Schwalm (1801 - 1856), Zeichner, Ausführung
Datierung: 17.01.1826
Geogr. Bezug: Kassel
Technik: Feder in Schwarz, koloriert
Träger: Papier
Wasserzeichen: -
Maße: 46,3 x 63,9 cm (Blattmaß)
Maßstab: bezifferter Maßstab mit Maßeinheit "Fus."
Beschriftungen: unten Mitte: "Project zur Façade eines Hofverwaltung-Gebäudes" (Feder in Schwarz)
unten rechts: "gez: Schwalm." (Feder in Schwarz)
unten links: d(en) 17/1 26." (Feder in Schwarz)
verso: "31" (Farbstift in Schwarz)
verso: "21" (Graphit)


Katalogtext:
Nach den Vorgaben von Johann Conrad Bromeis zeichnete Israel Schwalm im Januar 1826 diesen Aufrißentwurf des Kasseler Hofverwaltungsgebäudes. Das Bauwerk wird präsentiert mit der zum Friedrichsplatz ausgerichteten Hauptfront. Nach Nordosten (links) und nach Südosten (rechts) rahmen das Gebäude das Museum Fridericianum und die katholische Elisabethkirche, die beide durch die Blattränder angeschnitten werden.
Verschiedene Motive sind in dem unmittelbar vorausgehenden Entwurf (GS 14875), der als letzter Teil einer Serie alternativer Fassadenstudien entstand, bereits vorgebildet, so die auf die Horizontale ausgelegte Fassadenstruktur mit den in den verschiedenen Geschossen unterschiedlich ausgeführten Fensterreihen, die Hervorhebung des ersten Obergeschosses als Beletage und die Betonung des mittleren Fassadenabschnitts durch Giebelbekrönungen der Fenster. Statt der einheitlichen Betonung des Mittelteils durch einen flachen Risalit wie in dem zur ersten Entwurfsserie zugehörigen Riß (GS 15488) werden die mittleren sieben Fenster der Beletage durch einen Giebelaufsatz in zurückhaltender Weise akzentuiert. Die Betonung liegt auf der Horizontale, deren Dominanz durch den Dachaufbau noch verstärkt wird. Die zusätzlichen Seiteneingänge sind ebenfalls Teil dieses auf die Horizontalwirkung ausgelegten Konzepts. Der Verzicht auf die Bandquaderung im Erdgeschoß läßt die Fassade insgesamt geschlossener erscheinen. Etwas unglücklich wirkt hier die Unterteilung der in eine Blendarkadenstellung eingesetzten Fensteröffnungen, die den Ansatz des Zwischengeschosses verrät.
Nur wenig später muß eine andere, unkolorierte Zeichnung (GS 14903) entstanden sein, die neben der Hauptfront auch die Hof- und Seitenfront zeigt. Die Fassadengliederung ist gleich. Für die untere Geschoßzone wird hier jedoch eine überzeugendere Lösung angeboten.
Stand: September 2004 [MH]


Literatur:
Katalog Kassel 1988/1, S. 39, Kat.Nr. 39


Letzte Aktualisierung: 20.09.2017


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