1.9.2.1 - Kassel, Hofverwaltungsgebäude, Winkelanlage, erste Entwurfsserie, Fassadenaufriß



1.9.2.1 - Kassel, Hofverwaltungsgebäude, Winkelanlage, erste Entwurfsserie, Fassadenaufriß


Inventar Nr.: GS 15488
Bezeichnung: Kassel, Hofverwaltungsgebäude, Winkelanlage, erste Entwurfsserie, Fassadenaufriß
Künstler: Johann Conrad Bromeis (1788 - 1855), Architekt, Entwurf
Israel Schwalm (1801 - 1856), Zeichner, Ausführung
Datierung: 16.11.1825
Geogr. Bezug: Kassel
Technik: Graphit, Feder in Schwarz, koloriert
Träger: Papier
Wasserzeichen: "J WHATMAN / 1823"
Maße: 45,1 x 56,8 cm (Blattmaß)
Maßstab: bezifferter Maßstab mit Maßeinheit "Fus."
Beschriftungen: unten rechts: "gez: Schwalm 16/11 25." (Feder in Braun)
in der Darstellung: "Project zur Bebauung des neben der Katholischen Kirche gelegenen Gartens. / Fluegel Façade / Vordere Façade." (Feder in Schwarz)
verso: "32" (Farbstift in Schwarz)


Katalogtext:
Die im November 1825 nach den Angaben von Johann Conrad Bromeis gezeichneten Fassadenentwürfe von Israel Schwalm gehören zur ersten Entwicklungsserie, die den Bau eines Hofverwaltungsgebäudes zwischen dem Museum Fridericianum und der Elisabethkirche in Kassel betrifft. Noch ist die Funktion des geplanten Neubaus nicht klar definiert, sondern wird als Bebauungsprojekt betitelt. Zu dem Blatt mit den Fassadenrissen gehören drei Grundrisse des Souterrains (GS 14894), des Entresols und des Erdgeschosses (GS 14895) sowie der beiden oberen Geschosse (GS 14896).
Zum Friedrichsplatz hin plante Bromeis ein dreigeschossiges Gebäude in fünfzehn Achsen, dessen Mittelteil durch einen flachen Risalit akzentuiert wird. In strenger klassizistischer Formensprache gliedern das Erdgeschoß durch Bandquaderung strukturierte Blendarkaden, in die die rundbogigen Maueröffnungen eingesetzt sind. Hierbei nahm Bromeis Bezug auf ein traditionelles Motiv, das stilbildend für den italienischen Rathaustyp war. Bereits diese Fassadenentwürfe zeigen die später auch realisierte horizontale Struktur dreier Vollgeschosse, die dann noch durch ein Zwischengeschoß ergänzt werden sollte, das den Bau einer hohen Eingangshalle ermöglichte. Ebenfalls beibehalten werden sollte die Betonung des Eingangsbereichs an der Haupt- und (auf dem Blatt nicht sichtbar) Hoffront durch einen Risalit. Kurfürst Wilhelm II. lehnte den Entwurf ab und hielt Bromeis an, eine neue Entwurfsserie vorzulegen.
Am unteren Rand, im Bereich der Rahmung, findet sich eine kleine Graphitskizze, die den ersten Entwurf für das Konzept einer Vierflügelanlage (GS 14885) veranschaulicht.
Stand: September 2004 [MH]


Literatur:
Holtmeyer 1923, S. 417; Katalog Kassel 1988/1, S. 38f., Kat.Nr. 36


Letzte Aktualisierung: 20.09.2017


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