1.9.6.1 - Kassel, Hofverwaltungsgebäude, Entwurf, Aufriß und Schnitte



1.9.6.1 - Kassel, Hofverwaltungsgebäude, Entwurf, Aufriß und Schnitte


Inventar Nr.: GS 14901
Bezeichnung: Kassel, Hofverwaltungsgebäude, Entwurf, Aufriß und Schnitte
Künstler: Johann Conrad Bromeis (1788 - 1855), Architekt, Entwurf
unbekannt, Zeichner, Ausführung
Datierung: 1826
Geogr. Bezug: Kassel
Technik: Graphit, Feder in Schwarz und Rot, grau und rosa laviert
Träger: Papier
Wasserzeichen: "J WHATMAN / 1820"
Maße: 72,3 x 52,8 cm (Blattmaß)
Maßstab: unbezifferter Maßstab ohne Maßeinheit
Beschriftungen: oben mittig, in der Darstellung: "Hofverwaltung. / Profil nach der Tiefe / Profil nach der Breite / Fundament" (Feder in Braun)
verso: "8 / 9" (Farbstift in Schwarz)


Katalogtext:
Das Blatt steht am Beginn der letzten Entwicklungsphase, an deren Ende die Ausführungsentwürfe der Haupt- (GS 15490), Hof- (GS 15489) sowie der Seitenfront (GS 15487) des zu erbauenden Hofverwaltungsgebäudes stehen. Untereinander angeordnet finden sich hier der Querschnitt durch den oberen Teil des zum Museum Fridericianum gerichteten Seitenflügels, der Längsschnitt durch den vorderen Flügel sowie die Fassade zum Friedrichsplatz.
Die Fassadenstruktur des dreigeschossigen Baus unter einem Walmdach mit der Zweizonigkeit aus Erd- und zwei Obergeschossen gehört zu den seit den ersten Entwürfen unveränderten Komponenten. Auch die Gestaltung von rundbogigen Öffnungen im Erdgeschoß und rechteckigen Fensteröffnungen in den Obergeschossen mit dem durch Größe und durch zusätzliche Gestaltungsmittel als Beletage definierten ersten Obergeschoß findet sich bereits im sechsten Projektentwurf von Bromeis (GS 14875). In Graphit nachgetragen ist das später auch umgesetzte Motiv der vorgeblendeten Kolossalsäulenstellung mit Giebelbekrönung, die die drei mittleren Achsen der oberen Geschoßzone hervorhebt. Um eine stärkere Mittelachsenbetonung zu erwirken, hatte Bromeis dieses Motiv bereits im vierten Projektentwurf (GS 15480) eingesetzt. Hier war es jedoch nicht auf die Obergeschosse beschränkt, sondern akzentuierte auch den mittleren Fassadenabschnitt der beiden unteren Geschosse. Erst bei GS 14875 behielt Bromeis dieses Element der oberen Geschoßzone vor und schuf dadurch eine formale Verbindung zu der benachbarten Elisabethkirche.
Die mittlere Schnittdarstellung verdeutlicht die schwierige Geländedisposition am Rand des Friedrichsplatzes, die eine dreizonige Fundamentierung des Baus notwendig machte.
Stand: September 2004 [MH]


Literatur:
unpubliziert


Letzte Aktualisierung: 20.09.2017


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