3.21.1.4 - Eichenzell, Schloß Fasanerie, Garten, Entwurf für eine Neugestaltung



3.21.1.4 - Eichenzell, Schloß Fasanerie, Garten, Entwurf für eine Neugestaltung


Inventar Nr.: lfd. Nr. 6804
Bezeichnung: Eichenzell, Schloß Fasanerie, Garten, Entwurf für eine Neugestaltung
Künstler: Wilhelm Hentze (1793 - 1874), Zeichner
Datierung: 1823
Geogr. Bezug: Fasanerie
Technik: Graphit, Feder in Schwarz, grün, grau, rosa und ocker laviert
Träger: Papier
Wasserzeichen: -
Maße: 32 x 39,5 cm (Blattmaß)
29,5 x 36,9 cm (Darstellungsmaß)
Maßstab: bezifferter Maßstab mit Maßeinheit "Rheinlaendische Ruthen"
Beschriftungen: 29,5 x 36,9 cm (Darstellungsmaß)"Project / zu einer neuen Anlage vor dem Lustschloss / Fassanerie bei Fuld."
oben links: "dieser Plan wird allergnädigst genehmigt... / Wilhelm K." (Feder in Rot)
unten rechts: "W: Hentze" (Feder in Schwarz)


Katalogtext:
Der von Wilhelm Hentze signierte und von Kurfürst Wilhelm II. approbierte Gartenplan ist bezeichnet als "Project / zu einer neuen Anlage vor dem Lustschloss / Fassanerie bei Fuld". Im Hessischen Staatsarchiv Marburg befindet sich der zugehörige Kostenvoranschlag, datiert auf den 24. März 1823 (StAM 7a4 Gef. 38 Nr. 4a; vgl. Gröschel 2000, S. 2 u. Anm. 14). Bereits im vorhergehenden Jahr war Hentze zur Begutachtung vor Ort gewesen und hatte bemerkt: "man braucht nur der Natur durch Kunst ein wenig nachzuhelfen so schafft man einen der schönsten Naturgärten" (zit. nach Gröschel 2000, S. 2). In seinem Entwurf teilt er den ehemaligen Lustgarten sowie den östlich anschließenden Teil der Anlage bis zur Tierparkgrenze in amorphe Rasenkompartimente, die am Rand von lockeren Baumgruppen und Blumen-"clumps" bestanden sind. Der rechtwinklig angelegte Obstgarten wird beibehalten, allerdings sind die äußeren Ränder jetzt 'natürlich' geschwungen und an der Seite des großen Rasenstücks mit einem nierenförmigem Teich durch eine unregelmäßige Anpflanzung angeglichen. Diese wenig spektakuläre Planung, die die örtlichen Gegebenheiten nicht unbedingt korrekt wiedergibt (vgl. Gröschel 2000, S. 3), wurde zwar vom Kurfürsten approbiert, erwies sich jedoch im Laufe der Umgestaltungsarbeiten als unzureichend. 1826 fertigte Hentze daraufhin einen zweiten Plan "zur Fortsetzung der neuen Anlagen" an (Gröschel 2000, Abb. 3).
Stand: August 2007 [UH]


Literatur:
Siemer 1994, Abb. XXV; Gröschel 2000, Abb. 2


Letzte Aktualisierung: 08.09.2017


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