2.2.2.7 - Kassel-Wilhelmshöhe, Oktogon, Bauaufnahme, Ansicht von Nordwesten



2.2.2.7 - Kassel-Wilhelmshöhe, Oktogon, Bauaufnahme, Ansicht von Nordwesten


Inventar Nr.: GS 14304
Bezeichnung: Kassel-Wilhelmshöhe, Oktogon, Bauaufnahme, Ansicht von Nordwesten
Künstler: Johann Daniel Wilhelm Eduard Engelhard (1788 - 1856), Zeichner
Datierung: 1844
Geogr. Bezug: Kassel-Wilhelmshöhe
Technik: Graphit
Träger: Papier
Wasserzeichen: -
Maße: 48 x 38,7 cm (Blattmaß)
Maßstab: -
Beschriftungen: unten rechts: "Engelhard delin." (Graphit)
unten mittig: "Ansicht des Zustandes des Octogons zu Wilhelmshöhe bey dessen gegenwärtiger Herstellung." (Graphit)


Katalogtext:
Auf dem von Johann Daniel Engelhard signierten Blatt ist das Oktogon aus nordwestlicher Richtung dargestellt, wobei der Risalit durch die Untersicht zu besonderer Wirkung kommt. Das Mauerwerk des Bauwerks ist genauso detailliert wiedergegeben wie die an mehreren Stellen eingestürzten Partien, die Risse und Setzungen sowie der Bewuchs. Diese um größte Genauigkeit bemühte Darstellung steht mit dem von Engelhard in der beigefügten Beschriftung ausgedrückten Anliegen im Zusammenhang: "Ansicht des Zustandes des Octogons zu Wilhelmshöhe bey dessen gegenwärtiger Herstellung." Ergänzend sind noch zwei Maßangaben hinzugefügt. Die Darstellung eines Mannes im Vordergrund dient der Visualisierung der Größenverhältnisse.
Die Zeichnung war die Vorlage für die Lithographie von Herwig, die dem Aufsatz Engelhards "Die Herstellung des Octogons und der Cascaden zu Wilhelmshöhe bei Cassel" in Crelles "Journal für die Baukunst" von 1845 beigefügt wurde (Engelhard 1845/2, Taf. VIII; vgl. Sander 1981, S. 243, Bild 35). In dem Text hebt der Autor die wirklichkeitsgetreue Darstellung des Oktogons, mit der seine Ausführungen zusätzlich belegt werden sollen, besonders hervor: "Ich bemerke an dieser Stelle, daß die hier beigefügte Zeichnung auf das vollkommenste treu ist. Jeder Stein ist, sowohl in seinen Verhältnissen, als der Stellung nach, genau gezeichnet, und Risse, Ausweichungen und Senkungen sind auf das sorgfältigste der Wirklichkeit nachgebildet" (S. 179). Die Zeichnung ist somit eine wertvolle Quelle für die Bau- und Erhaltungsgeschichte des Oktogonbauwerks in Wilhelmshöhe.
Stand: August 2007 [GF]


Literatur:
Sander 1981, S. 243, Abb. 35


Letzte Aktualisierung: 20.09.2017


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